Kölner Haie nach spielfreier Zeit in der DEL zurück im Training

Positiver Trend : Kölner Haie gehen entspannt ins zweite Saisondrittel

Von Paris bis hin zu den Kapverdischen Inseln: Trainer Mike Stewart und die Spieler der Kölner Haie haben die spielfreie Zeit in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zur Erholung genutzt.

Die Pause hat gut getan. Richtig gut, wenn Mike Stewart als Gradmesser gelten soll. Der Trainer der Kölner Haie sieht nach einer „wunderbaren Urlaubs-Woche“ in Paris nicht nur gut erholt aus, er wirkt auch extrem entspannt. „Ich finde es sehr wichtig in der spielfreien Zeit ganz weg von der Halle zu bleiben“, sagt der Kanadier. Eine Gruppe seiner Spieler zog es auf die Kapverdischen Inseln, Verteidiger Pascal Zerressen war zum Fotografieren im Norden Norwegens.

Die NHL in seiner nordamerikanischen Heimat kennt eine solch knapp zweiwöchige Unterbrechung des Spielbetriebs wie die Deutschland Cup-Pause nicht. Maximal drei Tage liegen in der besten Liga der Welt zwischen den insgesamt 82 Hauptrunden-Spielen. Stewart findet die Regelung in Europa besser. Mal an etwas anderes denken als Eishockey könne nicht schaden.

Kölner Haie gingen mit zwei Heimsiegen in die Pause

Zumal die Kölner mit zwei Heimsiegen gegen Mannheim und Ingolstadt in die Pause gegangen sind. „Das war gut für unser Selbstbewusstsein und unsere Entwicklung“, erklärt Stewart. Der Coach sieht einen positiven Trend am Ende des nicht optimal verlaufenen ersten Drittels der Hauptrunde in der Deutschen Eishockey Liga (DEL), nach dem sich der KEC nur auf Platz neun der Tabelle wiederfindet: „Fünf Siege aus sieben Spielen“, rechnet er vor. Und die Erkenntnis, dass sich sein Team unter der Voraussetzungen  neuer Trainer und neues System immer mehr findet. „Ich bin noch nicht ganz zufrieden, aber es ist schon viel besser geworden“, sagt der 47-Jährige.

Wenn sein Team jetzt auch noch die Sache mit der Chancenverwertung besser auf die Reihe bringt, dürfte sich der Zufriedenheitsgrad weiter erhöhen. „Das ist unser Problem bislang. Die Jungs wollen es immer noch extra schön machen und sind nicht locker genug“, sagt Stewart und erhebt das Siegtor von Jon Matsumoto in der Verlängerung gegen Mannheim zum Gegenentwurf: „Einfach schießen und rein.“

Kölner Haie trainieren seit Sonntag wieder

Seit Sonntag trainieren die Haie wieder, am Mittwoch waren erstmals alle einsatzfähigen Spieler gemeinsam auf dem Eis. Also auch die fünf Nationalspieler Colin Ugbekile, Freddy Tiffels, Alex Oblinger, Lucas Dumont und Sebastian Uvira, die beim Deutschland-Cup in Krefeld dabei waren. „Bundestrainer Toni Söderholm hat mir von meinen Spielern berichtet und das klang durchweg sehr gut“, erzählte Mike Stewart. Er gab dem Quintett Montag und Dienstag noch frei, damit diese Spieler wenigstens ein bisschen Pause bekommen.

Während der am Knie operierte Kapitän Moritz Müller wieder seine ersten Runden auf dem Eis absolvierte, fehlte Fabio Pfohl krank. Der Center wird wie Torwart Gustaf Wesslau (Fußverletzung) bei den Spielen am Freitag in Schwenningen und am Sonntag (14 Uhr, Lanxess Arena) gegen den Überraschungszweiten Straubing Tigers fehlen. Mick Köhler rutscht dadurch als Stürmer in die Aufstellung und der bislang überzeugende Hannibal Weitzmann bleibt die Nummer eins im Tor. „Er hat seine Chance voll genutzt“, lobt Mike Stewart seinen jungen Goalie und ist froh, dass sich die Dinge so langsam entwickeln: „Das sind zwei schwere Spiele, aber ich wünsche mir sechs Punkte“, sagt er ganz entspannt.