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Corona-Krise: Kein Staatsgeld für die Fußball-Bundesliga

Carsten Linnemann stellt klar : Kein Staatsgeld für die Fußball-Bundesliga in der Corona-Krise

Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Carsten Linnemann, hat die Bundesliga-Vereine vor überzogenen Erwartungen an eine finanzielle Unterstützung des Staats in der Corona-Krise gewarnt. Ein Sonderstatus für den Berufsfußball komme nicht in Frage.

Der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion von CDU/CSU, Carsten Linnemann, hat die Vereine der Fußball-Bundesliga vor überzogenen Erwartungen an eine finanzielle Unterstützung des Staats in der Corona-Krise gewarnt. „Wir dürfen für das Milliarden-Geschäft Fußball-Bundesliga keine Extrawurst braten. Staatsgeld für die Bundesliga geht nicht“, sagte Linnemann, der auch stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag ist, dem General-Anzeiger.

Er freue sich, „wenn die Fußball-Bundesliga ihre Saison fortsetzen könnte, Vereine wieder Fernseheinnahmen hätten und die Fans ihren Fußball“. Doch ein Sonderstatus für den Berufsfußball komme nicht in Frage. „Und es ist auch eine sensible Angelegenheit, wenn Profi-Klubs 20.000 Corona-Tests binnen weniger Tage durchjagen könnten, damit die Saison zu Ende gespielt wird, für die Bevölkerung aber solche Tests fehlen“, betonte Linnemann, der selbst Fußball-Fan ist.

Schalke-Aufsichtsratschef und Fleischfabrikant Clemens Tönnies hatte in Aussicht gestellt, in seinem Firmenlabor künftig Corona-Tests durchführen zu lassen und dafür entsprechende Unterstützung auch der Deutschen Fußball Liga (DFL) angeboten. Die Profi-Vereine der DFL wollen an diesem Donnerstag in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung darüber beraten, unter welchen Bedingungen die derzeit unterbrochene Saison 2019/2020 zu Ende gespielt werden könnte.