GA-Sportlerwahl

Wer wird GA-Sportler des Monats Juni?

BONN. Die Kandidaten für die Wahl zum GA-Sportler des Monats Juni stehen fest: Alhassane Baldé, Rolf-Christel Guie-Mien, Konstantin Harting, Max Rendschmidt und Bradley Roper-Hubbert. Die Leser des General-Anzeigers entscheiden.

Als Konstantin Harting geboren wurde, ging Rolf-Christel Guie-Mien noch für den SC Freiburg auf Torejagd. Nun steht der eine am Anfang, der andere hingegen eher am Ende seiner Sportlerlaufbahn: Während der 16-jährige Harting im Juni 2018 die Eintrittskarte für eine Reitsportkarriere löste, trug der inzwischen 40 Jahre alte Guie-Mien wesentlich zum Klassenerhalt des Fußball-Mittelrheinligisten SSV Merten bei.

Das sind zwei von vielen Geschichten, die von Sportlern aus dem Verbreitungsgebiet des General-Anzeigers geschrieben worden sind – die eine vom jüngsten, die andere vom ältesten der Kandidaten, die von der Sportredaktion für die Wahl zum Sportler des Monats Juni vorgeschlagen werden. Bis Montag, 9. Juli, sind die GA-Leser zur Abstimmung aufgerufen. Neben Harting und Guie-Mien sind Rennrolli Alhassane Baldé und Baseballer Bradley Roper-Hubbert nominiert – sowie Kanute Max Rendschmidt als Titelverteidiger.

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Die Kandidaten, sortiert vom ältesten bis zum jüngsten:

Rolf-Christel Guie-Mien ist ein Vorbild an Einsatz – auch als 40-Jähriger. Zu dem Kongolesen schauen seine Mitstreiter beim SSV Merten auf. An ihm richteten sie sich auch auf, als der Kampf um den Klassenverbleib auf des Messers Schneide stand. Beim 5:3 nach 1:3-Rückstand im letzten Punktspiel gegen den VfL Alfter erzielte Guie-Mien den 2:3-Anschlusstreffer. „Ein eminent wichtiges Tor“, sagte SSV-Trainer Alexander Halfen. Merten bleibt Mittelrheinligist.

Guie-Miens Vergangenheit ist bemerkenswert: Als 19-Jähriger verließ er den Kongo, wechselte vom dortigen Hauptstadtclub AS Inter Brazzaville zum damaligen Zweitligisten Karlsruher SC. Im besten Fußballer-Alter war die Bundesliga sein natürlicher Lebensraum. Beim KSC, bei Eintracht Frankfurt, SC Freiburg, 1. FC Köln unddem SC Paderborn verdiente er seinen Lebensunterhalt, traf in 285 Einsätzen in erster und zweiter Liga insgesamt 28 Mal ins gegnerische Gehäuse. Die Torejagd ist sein Elixier: Seit Januar 2014 trifft der 27-malige Nationalspieler für den SSV Merten.

Bradley Roper-Hubbert spielt bereits seit sechs Jahren bei den Bonn Capitals, seit vier Jahren ist der US-Amerikaner Spielertrainer. Eigene Einsätze dosiert der Headcoach des Baseball-Bundesligisten. Im Juni aber bewies der 32-Jährige, dass er als Top-Offensivkraft nichts verlernt hat: In vier Partien gelangen ihm sieben Hits, darunter gleich drei Homeruns – und sechs sogenannte RBI (Runners Batted In), also Punkte, die er ermöglicht hat. Kein Zweifel: Der Höhenflug der Capitals (28 Spiele, 28 Siege) trägt seine Handschrift.

Alhassane Baldé ist seit Jahren ein Aushängeschild der SSF Bonn. Die Europameisterschaften in Berlin im August sind für den 32 Jahre alten Rennrollstuhlfahrer der Höhepunkt des Jahres 2018 – und auf dem Weg dorthin lieferte er in diesem Juni ein Rennen ab, das Baldés Trainer Alois Gmeiner derart ins Schwärmen geraten ließ, dass er es gar als „seinen größten sportlichen Erfolg“ wertete: die 800 Meter in 1:31,01 Minuten im schweizerischen Notwil. Der Paralympics-Sechste von Rio de Janeiro 2016 ist nun deutscher Rekordler über 800, 1500 und 5000 Meter. Und zählt auf allen drei Strecken zu den EM-Favoriten.

Max Rendschmidt also mal wieder. Daran, den Wahlsieger des Monats Mai und zweimaligen GA-Sportler des Jahres (2015 und 2016) aufs neue zu nominieren, führte kein Weg vorbei, weil der 24-Jährige seine Medaillensammlung bei der EM in Belgrad um Silber und Bronze weiter aufstockte.

Konstantin Harting – der Newcomer unter den Kandidaten. Nach etlichen Erfolgen als Ponyreiter (u.a. deutscher Meister 2016) hat der Schüler des Gymnasiums Am Oelberg den Umstieg aufs Großpferd glänzend gemeistert: Bei der deutschen U18-Meisterschaft der Vielseitigkeitsreiter in Luhmühlen gewann Harting Silber. Dabei ließ er sich auch nicht von einem Hagelschauer während seines Geländeritts beirren. Das Umfeld hat ihn geprägt: Der 16-Jährige entstammt einer pferdesportbegeisterten Königswinterer Familie, seine Mutter Alexandra war immerhin Kreismeisterin. Und seine Patentante ist Ingrid Klimke, die zweimalige Mannschafts-Olympiasiegerin.