1. FC Köln: Trainer, Sportchef, Stürmer - Die Problemfelder beim FC

1. FC Köln : Trainer, Sportchef, Stürmer - Die Problemfelder beim FC

Beim Bundesliga-Rückkehrer Köln herrscht nach sieben Pleiten in zehn Spielen und dem Pokal-Aus große Unruhe. Vor dem Spiel gegen Hoffenheim wackelt Trainer Beierlorzer und ein Nachfolger für Sportchef Veh muss gefunden werden.

Mit großen Ambitionen ist der 1. FC Köln in die Fußball-Bundesliga zurückgekehrt. Nach zehn Spielen steht der Traditionsclub auf dem vorletzten Rang, es herrscht große Unruhe. Eine weitere Niederlage am heutigen Freitag gegen das zuletzt viermal siegreiche 1899 Hoffenheim (20.30 Uhr/DAZN) könnte für den neuen Trainer Achim Beierlorzer das vorzeitige Ende seiner ersten Bundesliga-Station bedeuten. Zudem muss für den scheidenden Sportchef Armin Veh ein Nachfolger gesucht werden. Und sportlich belastet vor allem die Stürmerflaute die Zwischenbilanz beim 1. FC Köln.

TRAINER: Für Achim Beierlorzer ist die erste Station in der Bundesliga bislang ernüchternd. Der Gymnasiallehrer, der seinen Beamtenstatus verloren hat, wurde von Armin Veh im Sommer für eine Ablösesumme von Jahn Regensburg verpflichtet. Seinen Optimismus hat er trotz sieben Niederlagen in den ersten zehn Spielen und dem Aus im DFB-Pokal in Saarbrücken behalten. „Ich bleibe meiner Art treu. Mir ist es ganz wichtig, dass ich authentisch bleibe. Was würde die Mannschaft von mir denken, wenn ich plötzlich ein ganz anderer Mensch wäre?“, sagte er vor dem Hoffenheim-Spiel.

STÜRMER: Ob Beierlorzers Optimismus begründet ist, wird sich zeigen. Vor allem die Krise des 55-Tore-Sturms aus dem Aufstiegs-Jahr war Kölns großes Problem. Das als vermeintlicher Garant für den Klassenerhalt in die Saison gestartete Trio Simon Terodde, Jhon Cordoba und Anthony Modeste enttäuschte bisher auf ganzer Linie. Modeste wirkt nicht fit und wie ein Fremdkörper. Der zuletzt gesetzte Terodde vergab in Düsseldorf drei Großchancen. Die Bundesliga-Bilanz Cordobas für Köln ist nahezu unglaublich: Bei 27 Einsätzen feierte er nur einen Sieg bei 22 Niederlagen und schoss kein einziges Tor. In der 2. Liga hatte er im Vorjahr 20 Mal getroffen.

SPORTCHEF: Richtig knifflig wird die Suche für einen Nachfolger für Armin Veh. Mit dem Finden des neuen Sportlichen Leiters beauftragte der Verein eine Personalberatung. Alles muss im Prinzip schnell gehen, weil der neue Mann die Trainerfrage klären soll, falls die Wende unter Beierlorzer nicht gelingt.

Für den Posten gibt es laut Verein eine Vorauswahl. Auf dieser Kandidatenliste soll unter anderen Erik Stoffelshaus stehen, bis Dezember 2018 Sportdirektor bei Lok Moskau. Der in Monheim bei Köln ansässige Spielerberater Volker Struth hat nach einem Bericht des „Kicker“ hingegen erklärt, dass er wegen seiner erfolgreichen Agentur nicht zur Verfügung stünde. Auch Horst Heldt oder der ehemalige Mainz- und Schalke-Manager Christian Heidel zählten nicht zu den Kandidaten.

(dpa)