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Entscheidung durch Elfmeterschießen: Schalke schießt Köln aus dem DFB-Pokal

Entscheidung durch Elfmeterschießen : Schalke schießt Köln aus dem DFB-Pokal

Doppeltes Elfmeter-Glück und der glänzende Torhüter Alexander Nübel haben den FC Schalke 04 vor einem überraschenden Pokal-Aus bewahrt. Der 1. FC Köln unterlag trotz Führungstreffer in der ersten Halbzeit im Elfmeterschießen nach Verlängerung.

Die Elfmeterlotterie hat am gestrigen Abend ein kurzweiliges und packendes Pokalspiel zwischen dem 1. FC Köln und Schalke 04 entschieden. Nachdem es nach 120 Spielminuten 1:1 gestanden hatte, verwandelte der Ex-Kölner Marc Uth zum 6:5-Erfolg im Elfmeterschießen. Was sich die Hausherren bei dem Ausscheiden vorwerfen konnten, war, dass sie ihre Chancen nicht genutzt hatten. Die bessere spielerische Leistung hatten sie geboten.

Personell hatte Markus Anfang bei den Gastgebern für einige Überraschungen gesorgt. So stürmte Jhon Cordoba statt Simon Terodde, so durfte Serhou Guirassy am linken Flügel ran und Marcel Risse als Rechtsverteidiger. Die so umformierte FC-Mannschaft sah sich zunächst tonangebenden Schalkern gegenüber. Doch so langsam spielten sich die Hausherren frei.

Vor allem Louis Schaub und Dominick Drexler waren es, die immer wieder die Gästeabwehr vor Probleme stellten. Als die Schalker sich zurückmeldeten, boten sie trotz Dominanz viel brotlose Kunst. Gefahr für das Tor von Timo Horn gab es nur bei Distanzschüssen oder bei Kopfbällen von Naldo nach Ecken.

Spektakulärer waren da Kölner Aktionen. So bediente Marcel Risse den spielfreudigen Serhou Guirassy, der spektakulär zu einem Seitfallzieher ansetzte (32.), den Ball aber knapp verfehlte. Für einen Aufschrei des heimischen Publikums sorgte etwas später (39.) Marcel Riss, denn seinen 30-Meter-Freistoß hatten viele im Tor vermutet. Allerdings wölbte der Ball von außen das Netz.

Keine Zweifel gab es dagegen in der 43. Minute, als der Ball regelgerecht im Schalker Tor einschlug. Nach Zuspiel von Dominick Drexler wurde Jhon Cordobas Schuss von Salif Sané unhaltbar für Alexander Nübel ins Tor abgefälscht. Die FC-Fans feierten den Schützen als „Fußballgott“ und skandierten seinen Namen frenetisch bei seiner Auswechslung (82.).

Ein weiteres Mal zu früh jubelte der Kölner Anhang in der 59. Minute. Denn noch während des gefühlvollen Schlenzers von Dominick Drexler ins Tor pfiff Schiedsrichter Harm Osmers ab. Salih Özcan hatte zuvor ein Foul begangen.

Bei den Schalker, die in der Bundesliga in neun Spielen erst fünf Treffer erzielten, wuchs die Verunsicherung. Ihre Aktionen wirkten fahrig, ungeordnet und planlos. Nur bei Standards waren sie gefährlich. Beim zentralen Freistoß aus 17 Metern (68.) fand Naldo trotz seines Hammer-Schusses seinen Meister in Timo Horn.

Wenig später war das Spiel für den Innenverteidiger beendet, machte er aus taktischen Gründen Platz für Nabil Bentaleb. Der besaß kurz danach (76.) eine ähnlich Freistoßchance wie sein Vorgänger, verzog aber. Vom Elfmeterpunkt aber ließ er sich die zweite Chance (88.) nicht nehmen. Rafael Czichos hatte zuvor den Ball mit dem linken Arm abgewehrt. So ging es nach dem 1:1 in die Verlängerung.

Die bot dann den typischen Pokalkampf. Hin und her wogte das Spiel, wobei die Kölner zwingender wirkten. Ein Treffer gelang aber auch ihnen nicht mehr, weshalb es ins Elfmeterschießen ging.

Köln: T.Horn; Risse, Meré, Czichos, Hector; Höger; Schaub (99. Zoller), Özcan, Drexler, Guirassy; Cordoba (82. Terodde). – Schalke: Nübel; Sané, Naldo (72. Bentaleb), Nastasic; Schöpf (56. Caligiuri), Rudy, Mendyl (91. McKennie); Harit, Konoplyanak (67. Embolo); Burgstaller, Uth. – SR: Osmers (Hannover). – Tor: 1:0 Cordoba (43.), 1:1 Bentaleb (88., Handelfmeter). –Elfmeterschießen: Höger scheitert an Nübel, 0:1 Burgstaller, 1:1 Özcan, 1:2 Nastasic, 2:2 Terodde, 2:3 Caligiuri, 3:3 Guirassy, 3:4 Harit, 4:4 Risse, Bentaleb scheitert an Horn, 5:4 Hector, 5:5 Rudy, Drexler übers Tor, 5:6 Uth. – Zuschauer: 50.000 (ausverk.). – Gelbe Karten: Özcan, Schaub – Schöpf, Uth, Bentaleb, Burgstaller, Nastasic.