Zweite Bundesliga: Jorge Meré fällt beim 1. FC Köln verletzt aus

Zweite Bundesliga : Jorge Meré fällt beim 1. FC Köln verletzt aus

Kölner Innenverteidiger Jorge Meré fällt für das Nachholspiel in Duisburg verletzt aus. Auch der Einsatz von Jhon Cordoba und Dominick Drexler ist gefährdet.

Die Siegesserie hat gehalten. Das mit „leidenschaftlichem Einsatz“, so der Trainer, geführte Spiel in Heidenheim aber hinterließ bei manchen Kölnern seine Spuren. Mehrere Spieler seien so angeschlagen, dass ihr Einsatz am Mittwochabend (18.30 Uhr) beim Nachholspiel des 1. FC Köln in Duisburg fraglich sei, sagte Markus Anfang. Definitiv ausfallen werde Jorge Meré. Der Innenverteidiger zog sich eine Adduktorenverletzung zu.

Ungewiss ist zudem der Startelf-Einsatz der beiden Torschützen von Heidenheim, Jhon Cordoba und Dominick Drexler. Beide hätten sich völlig verausgabt, hieß es. So wird es wohl zwangsläufig zum einen oder anderen Wechsel in der Anfangsformation kommen.

„Ich möchte allerdings nicht zu viel verändern, um die Automatismen nicht zu verlieren“, schob der Trainer einer umfangreichen Personalverschiebung einen Riegel vor. Für Meré dürfte Lasse Sobiech von Beginn an dabei sein. Sollte Cordoba zunächst pausieren, würde Simon Terodde mit Anthony Modeste zusammen stürmen. „Sie sind zwar ähnliche Strafraumstürmer, aber die können auch gemeinsam spielen“, sieht Anfang in diesem Fall keine Probleme.

Ein Ausfall oder eine Schonung von Drexler würde Louis Schaub die Möglichkeit eröffnen, erstmals seit mehr als vier Monaten vom Anpfiff weg stürmen zu dürfen. Seine spärlichen Einwechslungen hingen mit einer Leistenverletzung sowie einem Knochenödem zusammen.

Unabhängig von der personellen Besetzung möchten Trainer und Spieler des 1. FC Köln den positiven Lauf der letzten Wochen fortsetzen. „Zu gewinnen ist natürlich grundsätzlich schön. Aber jetzt kommt hinzu, dass wir so schnell wie möglich die restlichen Punkte einfahren wollen, die wir noch zum Aufstieg benötigen“, meinte Marco Höger.

Noch persönlicher nimmt Drexler die beabsichtigte Fortsetzung der Erfolgsserie. Für ihn würden nur die Siege und der Aufstieg zählen, meinte der Offensivspieler, der in vier der zurückliegenden sechs Spiele traf: „Ich habe noch nicht in der Bundesliga gespielt. Deshalb freue ich mich vielleicht ein bisschen mehr als andere von uns, die schon über 100 Erstligaspiele hinter sich haben, auf den möglichen Aufstieg.“

Der ist für Armin Veh erst dann perfekt und darf gefeiert werden, wenn rechnerisch alles klar ist. Immerhin hat sich der Sportchef bereits so weit vor gewagt, dass er die Saisonvorbereitung zeitlich für die Bundesliga und nicht für die 2. Liga geplant hat. Dabei wird es ein erstes Trainingslager in Donaueschingen, das zweite in Scheffau in Tirol geben.

Zur aktuellen Situation vor dem Duisburg-Spiel meinte Veh, dass es wichtig gewesen sei, die letzten sechs Spiele gewonnen zu haben. Man habe sich zuvor selbst unter Druck gesetzt, indem man drei der ersten vier Spiele des Jahres verloren habe. Inzwischen spiele man besser und souveräner. „Es hat viel mit Psychologie zu tun, ob man enge Spiele gewinnt oder nicht. Man sieht inzwischen, dass wir eine richtig gute Mannschaft haben. Jetzt ist auch die Zeit gekommen, in der sich in der Liga die Spreu vom Weizen trennt.“

Ungeachtet dessen sieht Kölns Sportchef die Qualität der 2. Bundesliga nicht als schlecht an. Am Samstag hatte er sich das Bundesliga-Abstiegsduell zwischen seinem Ex-Club VfB Stuttgart und dem 1. FC Nürnberg (1:1) angesehen und stellte danach fest: „Von den beiden würde in der aktuellen Verfassung keiner aus der Zweiten in die Erste Liga aufsteigen.“

Das aber will er mit seinen Kölnern, und deshalb hätte er nichts dagegen, wenn die Siegesserie in Duisburg fortgesetzt würde.

Sieben Erfolge am Stück gelangen dem 1. FC Köln in der 2. Liga im Übrigen noch nie. In der Bundesliga schaffte man es einmal, in der Saison 1969/70 unter Trainer Hans Merkle. Markus Anfang, der heutige FC-Trainer, meinte dazu: „Ich brauche nicht diese Serie, würde sie aber dankend annehmen. Denn dann hätten wir schon sechzig Punkte und wären dem Aufstieg wieder einen Schritt nähergekommen.“

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