1. FC Köln: Hannover 96 buhlt um FC-Verteidiger Sörensen

1. FC Köln : Hannover 96 buhlt um FC-Verteidiger Sörensen

Der 1. FC Köln würde den Dänen zu Hannover 96 ziehen lassen. Die Frage ist, ob der Verteidiger wechseln will.

Geht es nach zwei der bei einem Transfer in der Regel beteiligten drei Parteien, dann steht Frederik Sörensen vor einem Wechsel. Beim 1. FC Köln würde man ihm keine Steine in den Weg legen, sollte der Däne seine sportliche Zukunft woanders sehen. Die könnte bei Hannover 96 liegen, wo Trainer Mirko Slomka händeringend einen gestandenen Innenverteidiger sucht. Nach Informationen aus Hannover soll Sörensen für ihn „Priorität eins“ besitzen.

Aber was möchte der 27-Jährige? Bereits vor einem Jahr war ihm von Armin Veh mitgeteilt worden, dass der damalige Trainer Markus Anfang nicht auf ihn setzen würde. Folglich sei es besser, er würde sich nach einem anderen Arbeitgeber umschauen. Dazu soll es auch gekommen sein, heißt es. Doch seien die Angebote nicht im Sinne des langen Innenverteidigers gewesen.

Sörensen kam in der 2. Liga nur zu fünf Einsätzen

Deshalb ging er mit den Kölnern in die 2. Liga, in der er nur zu fünf Einsätzen kam. Professionell war allerdings immer sein Auftreten, nie sah man ihn missmutig oder mit halbherzigem Einsatz im Training. So verhielt er sich auch während der aktuellen Saisonvorbereitung. Deshalb und wegen seiner ordentlichen Auftritte in den Testspielen lobte ihn auch Achim Beierlorzer. Andererseits wird er bei dem neuen Trainer wieder nur als Nummer drei der rechten Innenverteidiger hinter Jorge Meré und Lasse Sobiech geführt. Das prognostiziert erneut kaum Einsatzzeiten.

„Für manch einen wäre es vielleicht besser, nicht nur auf seinen Lohnzettel zu sehen, sondern auch seine Karriere im Auge zu behalten“, hatte Armin Veh in der Vorwoche gesagt. Ein Adressat für diese mahnenden Worte ist Sörensen. Der muss sich nun entscheiden.

Während Sörensen also von Köln nach Hannover gehen könnte, bietet sich einem anderen Innenverteidiger womöglich der umgekehrte Vereinswechsel an. War Kevin Wimmer in der Vorsaison von Stoke City an die Niedersachsen ausgeliehen worden, so könnte der linke Innenverteidiger jetzt beim 1. FC Köln landen. Dort hatte er von 2012 bis 2015 gespielt und sich so einen guten Ruf erworben, sodass ihn Tottenham Hotspur in die Premier League holte. Dort aber wurde er weder bei den Londonern noch bei Stoke glücklich. Beim englischen Zweitligisten ausgemustert, durfte er sich mit dessen Erlaubnis in der Vorwoche beim FC in Form bringen. Dieses Trainingsangebot wurde auf die aktuelle Woche ausgedehnt. Da die Kölner noch einen Innenverteidiger suchen, ist nicht auszuschließen, dass sie auf Wimmer zurückkommen.

Nakamba soll aus Brügge kommen

Zuvor soll jedoch versucht werden, den defensiven Mittelfeldspieler Marvelous Nakamba vom FC Brügge unter Vertrag zu nehmen. Der ist mit seiner Situation beim belgischen Erstligisten unzufrieden, äußerte dies öffentlich und teilte mit, nur zum 1. FC Köln wechseln zu wollen. Am Montag kehrte er aus seinem Sonderurlaub zurück, nachdem er mit Simbabwe an der Afrika-Meisterschaft teilgenommen hatte.

Die Ablösesumme soll sieben Millionen Euro betragen. Aus seinem Transfer-Budget von zehn Millionen Euro verfügt der FC jedoch nur noch über drei Millionen Euro. Dazu sagte nun Armin Veh, dass man auch etwas mehr ausgeben dürfe, wenn das Finanzrisiko überschaubar sei.

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