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1. FC Köln: FC will Verteidiger Sebastiaan Bornauw verpflichten

1. FC Köln : FC will Verteidiger Sebastiaan Bornauw verpflichten

Der belgische Verteidiger Sebastiaan Bornauw steht vor einem Wechsel vom RSC Anderlecht zum 1. FC Köln - allerdings wird noch um die Ablöse gefeilscht.

Nicht ein vermutlich vereinsinterner „Maulwurf“ wie im Vorfeld der Verpflichtung von Ellyes Skhiri, sondern belgische Medien haben jenen Spieler publik gemacht, den der 1. FC Köln zur Komplettierung des neuen Kaders noch holen möchte. Sebastiaan Bornauw heißt der Innenverteidiger, der die letzte Lücke im Spielerpuzzle schließen soll.

Der 20-Jährige steht noch beim belgischen Hauptstadtclub RSC Anderlecht unter Vertrag. Während er beim Saisonstart der belgischen Liga zum Einsatz kam, berücksichtigte ihn Vincent Kompany nicht für das Spiel am Sonntag in Mouscron (0:0) – ein Indiz für einen bevorstehenden Verkauf. Der frühere HSV-Profi, der bis zum Sommer elf Jahre lang für Manchester City spielte, ist jene Schlüsselfigur, die den Wechsel erst möglich macht. Der 33-Jährige ist seit dieser Spielzeit Spielertrainer des belgischen Rekordmeisters. In Brüssel heißt es, Kompany halte nicht so viel von den fußballerischen Künsten des 1,91 Meter langen Bornauw.

Der Spielertrainer möchte beim RSC Anderlecht einerseits auf Talente aus den eigenen Reihen setzen, wie Bornauw eines ist. Andererseits will er viel fußballerische Qualität entwickeln. Die aber soll bei dem Junioren-Nationalspieler hinter den kämpferischen Vorzügen in Zweikämpfen und bei Luftduellen zurückstehen. Deshalb stimmte Kompany dem Verkauf zu – vorausgesetzt, die Finanzen stimmen.

Obwohl Bornauw mit dem Heimspiel gegen Oostende erst sein 16. Erstligaspiel bestritt und sein Marktwert auf vier Millionen Euro taxiert wird, sei eine Ablösesumme von sieben bis acht Millionen Euro gefordert worden. Das berichtet die Zeitung „Het Laatste Nieuws“. Außerdem wolle Anderlecht, bei dem der Innenverteidiger noch bis 2021 unter Vertrag steht, eine Transferbeteiligung bei einem Weiterverkauf.

Eine solche Ablösesumme kann sich der 1. FC Köln eigentlich nicht leisten. Das ursprünglich ausgerufene Transferbudget von zehn Millionen Euro war bereits durch die Verpflichtung von Ellyes Skhiri überzogen worden. Wie Sportchef Armin Veh bestätigte, habe man bisher 13 Millionen Euro ausgegeben. „Deshalb werden wir wahrscheinlich den Innenverteidiger, den wir noch holen wollen, auf Leihbasis verpflichten“, kündigte Veh während des Trainingslagers in Kitzbühel an.

Oder findet Kölns Finanzchef Alexander Wehrle noch eine andere Möglichkeit der Finanzierung? Denn bei der Saisoneröffnung am Sonntag erklärte er: „Ich bin überzeugt, dass wir mit den Ausgaben von 13 Millionen Euro kein Risiko eingegangen sind. Wir können uns das leisten. Wir sind keine Bank, sondern ein Fußballverein. Es bringt nichts, zehn Millionen Euro zu erwirtschaften und dann abzusteigen. Deshalb geht alles Geld in den Fußball.“

Bei den von der Zeitung „Het Laatste Nieuws“ als „konstruktiv“ bezeichneten Transfergesprächen kann auch Daniel van Buyten eine gewichtige Rolle gespielt haben. Der frühere Abwehrspieler des FC Bayern München und des Hamburger SV, der 2014 auch über einen Wechsel zum FC nachgedacht hatte, ist der Berater von Bornauw. Er soll dem jungen Abwehrspieler dazu geraten haben, zum 1. FC Köln zu wechseln.