1. FC Köln: FC-Profis gehen im Training zur Sache

1. FC Köln : FC-Profis gehen im Training zur Sache

Wenn die ersten Trainingseinheiten des neuen Jahres beim 1. FC Köln ein Fingerzeig für die weitere Vorbereitung auf die Fortsetzung der Saison sind, dann kann es noch ein Hauen und Stechen um die Plätze in der ersten Elf geben.

„Da war schon viel Feuer drin“, stellte Armin Veh zufrieden fest, nachdem die ersten beiden Übungstage alles andere als einen leichten Aufgalopp darstellten. So fehlten am Sonntag Marco Höger und Benno Schmitz auf dem Rasen, weil sie tags zuvor leichte Blessuren erlitten hatten. Matthias Lehmann war nicht dabei, nachdem er wieder einmal unter Achillessehnenproblemen litt. So halfen Nachwuchsspieler aus, damit 21 Feldspieler für drei Kleinfeldmannschaften zur Verfügung standen.

Dass der Kader noch während der Transferzeit in diesem Januar durch einen oder mehrere Abgänge weiter dezimiert würde, glaubt Sportchef Armin Veh derzeit nicht. So sei er froh, dass Frederik Sörensen sich nach wie vor voll in den Dienst der Mannschaft stelle, obwohl er keine Chance auf einen dauerhaften Einsatz besitzt: „Wir sind froh, dass Freddy da ist.“ Der Däne erhielt im vergangenen Sommer die Freigabe und hatte Angebote vorliegen, fand aber offenbar nichts passendes.

Was wird mit Jorge Meré?

Was das kolportierte Interesse spanischer Top-Clubs an Jorge Meré betrifft, so meinte Veh: „Wir haben es in der Hand. Wenn es eine konkrete Anfrage gäbe, müssten wir uns damit beschäftigen.“ Dem 21-jährigen Innenverteidiger war im Herbst seine Ausstiegsklausel für diesen Winter im Rahmen einer Vertragsverlängerung um ein Jahr bis 2023 abgekauft worden. Deshalb wäre seine Ablösesumme aktuell frei verhandelbar. Für den Sommer soll sie für den Fall der Bundesligarückkehr rund 30 Millionen Euro betragen. Im letzten Sommer wäre Meré für zwölf Millionen Euro zu haben gewesen.

Trotz eines wechselhaften Saisonstarts hatte sich der Kapitän der spanischen Junioren-Nationalmannschaft im Verlauf der Zweitliga-Hinrunde zur festen Abwehrgröße beim 1. FC Köln entwickelt. Nachdem sich Lasse Sobiech im Training den rechten großen Zeh gebrochen hatte, dennoch aber das Heimspiel gegen Duisburg (1:2-Niederlage) bestritt, kehrte Meré dauerhaft in die Abwehrzentrale zurück.

Sobiech hofft auf Platz in der Stammelf

Ihn erneut zu verdrängen, dürfte für Sobiech eine Herkulesaufgabe sein. Daran denkt der 1,92 Meter lange Verteidiger nach eigener Aussage auch noch nicht. „Ich bin ziemlich K.o. vom ersten Training nach dreimonatiger Pause. Aber ich bin schmerzfrei. Jetzt muss ich zunächst einmal wieder die Kraft zurückgewinnen, bevor ich an einen Mannschaftseinsatz denken kann“, blickte der Verteidiger dem am Mittwoch beginnenden Trainingslager auf Mallorca entgegen.

Die Chancen für eine Rückkehr in die Stammformation sind inzwischen aber größer als noch zu Saisonanfang. Denn in den vergangenen Wochen ließ Trainer Markus Anfang mit einer Dreierkette verteidigen. In der sind Meré und Rafael Czichos gesetzt.

Rechts dürfte es zum Duell zwischen dem zuletzt eingesetzten Benno Schmitz und Sobiech kommen. Der kopfballstarke Westfale gilt als ausgesprochen zweikampfsicher und besitzt fast immer die Lufthoheit bei gegnerischen Angriffen. Das könnte der FC-Defensive weiteren Halt geben und helfen, im eigenen Stadion erfolgreicher zu sein.

„Eigentlich musst du daheim die Punkte für den Aufstieg holen. Auswärts sind es eher Bonuspunkte“, sprach Armin Veh die fehlende Heimstabilität an. Nur fünf der bisherigen zehn Begegnungen im Rheinenergie-Stadion konnte der FC gewinnen, drei Mal (gegen Duisburg, Paderborn und Bochum) verlor er. Während daheim im Schnitt 1,7 Punkte gewonnen wurden, waren es auswärts knapp 2,4 Punkte.