1. FC Köln: FC ist an Kiels Schindler interessiert

1. FC Köln : FC ist an Kiels Schindler interessiert

Der Mittelfeldspieler könnte schon im Januar kommen, allerdings ist die Ablösesumme noch der Knackpunkt. Der 25-Jährige, der ghanaische Wurzeln hat, steht auf der Wunschliste von in- und ausländischen Clubs.

Wenn sich an diesem Freitag die Spieler des 1. FC Köln leistungsdiagnostischen Tests unterziehen, bevor am Samstag die ersten beiden Trainingseinheiten anstehen, wird noch keine Neuverpflichtung dabei sein. Dass es dazu im Verlauf der Transferzeit im Januar noch kommen könnte, mochte FC-Sportchef Armin Veh nicht ausschließen. Als heißester Kandidat dafür wird Kingsley Schindler gehandelt, der noch bis zum Sommer bei Holstein Kiel unter Vertrag steht. Genau in dieser kurzen Restlaufzeit seines Kontrakts stecken offenbar die Probleme einer Verpflichtung des auf der rechten Außenbahn einsetzbaren Spielers. Verlässliche Quellen in Kiel berichten, dass der Zweitligist zwischen 1,5 und zwei Millionen Euro als Ablöse bei einem Wintertransfer verlangen würde.

Dazu passt die Aussage von Holsteins Sportdirektor Fabian Wohlgemuth, wonach ein Verkauf Schindlers „in unseren Überlegungen keine Rolle spielt“. An der Förde will man wie im Vorjahr die Aufstiegschance wahren und nicht um jeden Preis das schnelle Geld verdienen. Andererseits wurde von Kiel am Donnerstag der 18-jährige Franck Evina von der Regionalliga-Mannschaft des FC Bayern bis zum Saisonende ausgeliehen. Der Rechtsfuß spielte bei den Münchnern als Linksaußen, ist aber auch wie Schindler auf Rechtsaußen einsetzbar.

Kingsley Schindler, der ghanaische Wurzeln hat, in Hamburg aber geboren wurde, dürfte ebenfalls ein größeres Interesse an einem Sommerwechsel haben. Dann könnte er ohne Ablösesumme zu einem neuen Club gehen, im Gegenzug allerdings ein Handgeld im Millionenbereich einstreichen.

Aktuell kein Personalbedarf für rechte Außenbahn

Würde ihm der 1. FC Köln diese Zahlung auch bei einem Transfer jetzt im Januar zukommen lassen, müsste der Tabellenzweite wohl rund drei Millionen Euro für den 25-Jährigen ausgeben. „Wir würden jetzt im Winter nur dann auf dem Transfermarkt aktiv werden, wenn dies im Vorgriff für den Sommer wäre, weil ein Spieler nur jetzt oder nur jetzt zu günstigeren Konditionen als im Sommer zu bekommen wäre“, hatte Sportchef Armin Veh kurz vor Weihnachten noch einmal erklärt.

Zudem besteht aktuell kein Personalbedarf für die rechte Außenbahn, da mit Marcel Risse (1 Tor/4 Vorlagen) sowie dem genesenen Christian Clemens (2/4) zwei erfahrene Spieler zur Verfügung stehen.

Von günstigeren Konditionen könnte aktuell wohl kaum die Rede sein. Ob der beidfüßige Außenstürmer allerdings im Sommer für die Kölner noch zu haben wäre, ist ungewiss. Denn schon vor dieser Saison stand Schindler auf der Wunschliste von deutschen Bundesligisten und englischen Clubs. Damals erhielt er von den Kieler Verantwortlichen keine Freigabe, weil man nach dem erheblichen personellen Aderlass um ihn herum die neue Mannschaft aufbauen wollte.