Personalsorgen: Die Grippewelle hat den 1. FC Köln erfasst

Personalsorgen : Die Grippewelle hat den 1. FC Köln erfasst

Am Mittwoch meldete sich auch Nationalspieler Jonas Hector krank. Torhüter Timo Horn fehlt wegen Rückenbeschwerden im Training. Marcel Risse soll an diesem Donnerstag wieder ins Training einsteigen.

Markus Anfang hatte die dicke Jacke bis unters Kinn und die Wollmütze tief ins Gesicht gezogen. Der Trainer des 1. FC Köln fror am Mittwoch beim Training. Bei eigentlich angenehmen sieben Grad Celsius machte ihm vor allem der eisige Wind zu schaffen. Es passte zur Wetterlage, dass Anfang nach der Übungseinheit am Vormittag über die Krankheitswelle referierte, die seine Mannschaft erfasst hat.

Wie ein Oberarzt nach der Visite kam der Coach in die Mixed Zone am Geißbockheim und gab vor dem nächsten Zweitligaspiel am Sonntag beim MSV Duisburg ein medizinisches Bulletin ab. „Alle haben Grippe, die Erkältung geht rum. Es geht halt schnell, und niemand weiß, wie es weitergeht“, sagte Anfang. Neuestes Opfer der Grippe ist Jonas Hector. Der Nationalspieler meldete sich am Mittwochmorgen krank. „Er hat alles etwas zu und Medikamente mitbekommen. Jetzt hoffen wir, dass die anschlagen, und es nicht so extrem wird. Er wird auch noch zum Arzt gehen“, berichtete der FC-Trainer.

Hector droht damit ebenso für Sonntag auszufallen wie Raffael Czichos. Der Innenverteidiger musste wegen seiner Erkältung schon für das Heimspiel gegen Arminia Bielefeld (5:1) passen und fehlte auch bei der ersten drei Trainingseinheiten dieser Woche. „Er kommt heute noch vorbei. Dann werden seine Blutwerte getestet, um festzustellen, ob die sich verändert haben. Ob er dann langsam mit Fahrradfahren anfangen kann, wissen wir noch nicht“, gab Anfang Auskunft. Wirklich gute Nachrichten hören sich anders an.

Mit Marcel Risse und Timo Horn fehlten Mittwoch zwei weitere Spieler. Während Risse nach seinem allergischen Schock vom Dienstag am Donnerstag wieder ins Training einsteigen soll, hat der FC-Keeper Beschwerden im Rücken. „Heute ist er zur Behandlung dringeblieben. Ich gehe davon aus, dass es zum Wochenende wieder geht“, mutmaßte Markus Anfang vorsichtig.

Klar ist, dass Torjäger Simon Terodde wegen seiner Mandelentzündung auf keinen Fall in Duisburg dabei sein wird. „Wir können es unterschiedlich aufbauen. Wir müssen nicht zwangsläufig mit zwei Stürmern durchspielen und können auch auf einen Stürmer umstellen und mit mehr Mittelfeldspielern agieren“, erklärte Anfang. Mit Jhon Cordoba und Anthony Modeste habe er aber auch zwei Stürmer, die vorn zusammenspielen können. Jeder andere Zweitliga-Trainer wäre froh, so etwas sagen zu dürfen.

U19-Torjäger Darko Churlinov, der am Mittwoch bei den Profis mittrainierte, ist für den FC-Trainer keine Option für Duisburg: „Da haben wir einige andere, die wir nehmen können.“ Zum Beispiel Louis Schaub, der nach seiner Verletzung immer besser in Fahrt kommt.

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