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DFB-Pokal: 1. FC Köln fliegt gegen Saarbrücken raus

K.o. in der 90. Minute : FC blamiert sich im DFB-Pokal

Der 1. FC Köln hat sich in der zweiten Runde aus dem DFB-Pokal verabschiedet. Beim Viertligisten 1. FC Saarbrücken holten die Geißböcke zunächst einen 0:2-Rückstand auf, kassierten aber in der 90. Minute das 2:3.

An die bislang schwache Bundesligasaison hat der 1. FC Köln auch im DFB-Pokal angeknüpft und sich aus dem Wettbewerb verabschiedet. Mit 2:3 unterlagen die Kölner beim Viertligisten 1. FC Saarbrücken.

Eine erste Aufregung hatte es bei den Kölnern bereits am Morgen gegeben. Da war entdeckt worden, dass der Mannschaftsbus am Hotel in Saarbrücken mit Farbe beschmiert worden war. Unter anderem waren die Zeichen der Saarbrücker Ultras auf die Seiten des Fahrzeugs aufgesprüht worden. Die Kölner Vereinsführung stellte Strafanzeige gegen Unbekannt.

Im Laufe des Tages wurde ein Ersatzbus aus Köln gebracht. Mit dem fuhr die Mannschaft dann am Abend zum Stadion nach Völklingen. Dort musste gespielt werden, weil der Saarbrücker Ludwigspark umgebaut wird.

Um im Hermann-Neuberger-Stadion am Abend überhaupt spielen zu können, waren zusätzlich zwei transportable Flutlichtmasten aufgestellt worden. Dennoch ähnelte die Beleuchtung mehr einem Hinterhof als einem Fußballstadion. Am hellsten wurde es vor der Partie, als FC-Anhänger Bengalos zündeten und Feuerwerksraketen abschossen. Dem schlossen sich die Saarbrücker während des Spiels an.

Beim Bundesligisten hatte Achim Beierlorzer sechs Umstellungen gegenüber der vorangegangenen Startelf vorgenommen. Dazu gehörte auch, dass Jhon Cordoba und Anthony Modeste eine Doppelspitze bildeten.

Zwar besaß der Erstligist eine hohe Ballbesitzquote von über 60 Prozent, doch taten sich die Profis schwer, Lücken in der Defensive des Regionalligisten zu finden. Mal probierten sie es mit Kombinationsfußball, ein anderes Mal mit langen Bällen.

Dann aber boten sich auch den Gastgebern zwei gute Möglichkeiten. In der 26. Minute musste sich Timo Horn ganz lang machen, um den Ball nach einem Schuss von Kianz Froese um den linken Pfosten zu lenken. Fünf Minuten später war er zur Stelle, doch der Schuss von Jurcher ging ans Außennetz.

Dazwischen besaßen die Kölner ihre beste Möglichkeit der ersten Halbzeit. Nach einem schönen Pass von Marcel Risse leitete Jonas Hector den Ball weiter zu Anthony Modeste, der quer auf den heranstürmenden Dominick Drexler legte. Aber wieder war es Daniel Batz, der aus seinem Tor gekommen war und den Schuss abwehrte.

Unmittelbar nach Wiederbeginn gab es die Riesenchance für die Hausherren. Doch einen Querpass jagte Sebastian Jacob aus drei Metern über das Tor. Besser machte es der „Maskenmann“ Christopher Schorch in der 54. Minute. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld stieg der mit einer Gesichtsmaske spielende Innenverteidiger am höchsten und köpfte gegen seinen früheren Verein ein.

Für den Doppelschlag und die Vorentscheidung sorgte drei Minuten später Gillian Jurcher. Bei einem Konter lief er Jorge Meré davon, umkurvte den aus seinem Tor geeilten Timo Horn und schoss ein. Die Saarbrücker Fans waren aus dem Häuschen und brannten auf ihre Art ein Feuerwerk in Form von Pyrotechnik ab.

Für den Anschlusstreffer sorgte in der 71. Minute Jonas Hector. Nach schöner Vorarbeit von Noah Katterbach schoss er aus zwölf Metern ein. Die Chance zum Ausgleich vergab in der 79. Minute Jhon Cordoba, als er eine Schindler-Flanke neben das Tor köpfte. Besser machte es der eingewechselte Simon Terodde. Mit seinem Treffer in der 84. Minute, bei dem er ein Zuspiel von Cordoba nutzte, brachte er den FC ins Spiel zurück.

Doch es sollte nicht reichen. Während Dominick Drexler für die auf den Siegtreffer drückenden Kölner mit einem Schlenzer am Torwart scheiterte, hatte Tobias Jänicke bei einem Konter (90.) das Glück auf seine Seite. Denn seinen Schuss fälschte Noah Katterbach ins Tor ab.

Saarbrücken: Batz; Barylla, Schorch, Uaferro; Zeitz, Froese, Jänicke, Jacob (90.+1 Miotke), Perdedaij (76. Müller); Jurcher (76. Eisele), Vunguidica. – Köln: Horn; Schmitz (71. Terodde), Bornauw, Meré, Katterbach; Risse (55. Schindler), Skhiri, Hector, Drexler; Cordoba, Modeste (46. Schaub). – SR: Petersen (Stuttgart). – Tore: 1:0 Schorch (53.), 2:0 Jurcher (57.), 2:1 Hector (71.), 2:2 Terodde (84.), 3:2 Jänicke (90.). – Zuschauer: 6800 (ausverkauft). – Gelbe Karte: Perdedaj, Batz – Hector Drexler, Cordoba.