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Derby Gladbach gegen Köln womöglich am Aschermittwoch

1. FC Köln : Derby Gladbach gegen Köln womöglich am Aschermittwoch

Nach der Absage des Duells zwischen Gladbach und Köln gibt es Terminprobleme bei der Neuansetzung des Derbys. FC-Trainer Markus Gisdol erachtet die Spielabsage als vernünftig.

Ein sechzigminütiges Trainingsspiel und eine anschließende Athletik-Einheit im Kraftraum des Geißbockheims waren am Sonntag die Alternativen für die Spieler des 1. FC Köln zum ausgefallenen Derby bei Borussia Mönchengladbach. „Es ist natürlich schade, wenn man sich auf ein Spiel vorbereitet hat, und es dann nicht stattfindet. Aber es war eine vernünftige Entscheidung“, meinte FC-Trainer Markus Gisdol.

Bereits um 5.45 Uhr am Sonntagmorgen hatte es eine Telefonkonferenz zwischen Verantwortlichen der gastgebenden Borussia, der Mönchengladbacher Feuerwehr, des Ordnungsamtes sowie des Deutschen Wetterdienstes gegeben. Dabei war man sich einig darüber, dass zwar bei der Anreise der Fans und auch während des für den Nachmittag terminierten Spiels keine Gefahr durch das Sturmtief „Sabine“ bestanden hätte, „eine gesicherte Abreise der Zuschauer aber nicht gewährleistet gewesen wäre“, wie Gladbachs Medienchef Markus Artez sagte.

Durch die frühzeitige Absage konnten auch die rund 1500 Polizisten daheimbleiben, die für das Hochsicherheitsspiel eingeplant waren. Der tags zuvor angereiste Schiedsrichter Deniz Aytekin musste dagegen unverrichteter Dinge zurück nach Oberasbach bei Nürnberg fahren.

Die Kölner Mannschaft, die in der Nähe des Spielortes übernachtet hatte, fuhr nach dem Frühstück ans Geißbockheim zurück, wo die Mannschaft trainierte. Das regenerative Training am Montag wurde gestrichen, stattdessen gab es für die Spieler „individuelle Hausaufgaben“. Am Mittwoch trifft man sich zum Auftakt der Vorbereitungen auf das Heimspiel am nächsten Sonntag gegen Bayern München. „So behalten wir den Rhythmus bei“, erklärte Markus Gisdol.

Ismail Jakobs soll am Mittwoch wieder fit sein

Dann soll auch Ismail Jakobs wieder fit sein, der für das Derby wegen einer Mandelentzündung ausgefallen wäre. Ihn hätte Florian Kainz ersetzt. Der stand im Trainingsspiel in der ersten Mannschaft, die durch Treffer von Kingsley Ehizibue und Jhon Cordoba mit 2:0 gewann.

Wann das 90. Bundesligaderby der beiden Clubs stattfindet, war am Sonntag ungewiss. Die Ansetzung wird seitens der Deutschen Fußball Liga (DFL) in den nächsten Tagen vorgenommen. Der neue Spieltermin soll „zeitnah“ sein, was in diesem Fall Probleme aufwirft.

Terminprobleme bei Neuansetzung des Derbys

Im Regelwerk heißt es: „Ausgefallene Meisterschaftsspiele müssen grundsätzlich spätestens am folgenden spielfreien Dienstag oder Mittwoch angesetzt werden.“ Das sei in dieser Woche nicht möglich, „weil man für die Organisation eines Hochsicherheitsspiels mehr als zwei Tage benötigt“, erklärte Markus Aretz. Zudem finden am Dienstag und Mittwoch Champions-League-Spiele mit deutscher Beteiligung statt. Parallel dazu darf es wegen der Fernsehübertragung von Sky keine nationalen Pflichtspiele geben.

Weitere Einschränkungen, die der DFL von den Clubs gemeldet werden können, machte Kölns Sportchef Horst Heldt: „Wir werden uns gegen einen Termin im Februar aussprechen, da es mit unseren Aktivitäten nicht so ganz vereinbar ist.“ Damit sprach er auf die Wochen vor und nach Karneval an. Am 18. Februar findet die Karnevalssitzung des FC mit Beteiligung der Mannschaft statt, am Rosenmontag nimmt der Club am Kölner Rosenmontagszug teil. Beim 1. FC Köln gilt das als Brauchtumspflege, gehört der Verein doch als Förderndes Mitglied dem Festkomitee Kölner Karneval an.

Im Vorjahr wurde darauf allerdings auch keine Rücksicht genommen, musste das wegen Schneefalls ausgefallene Spiel in Aue einen Tag nach der Karnevalssitzung nachgeholt werden – und wurde mit 1:0 gewonnen.

Nun könnte die Neuansetzung auf den Aschermittwoch hinauslaufen. Er ist in den nächsten fünf Wochen der einzig freie Dienstag-Mittwoch-Termin ohne deutsche Europapokal-Beteiligung und ohne DFB-Pokalspiele. Die Partie würde dann voraussichtlich um 18 Uhr beginnen. „Wir nehmen es, wie es kommt. Noch sind die Spiele wichtiger als eine Karnevalsveranstaltung“, meinte Markus Gisdol.