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Erstes Spiel nach Corona-Zwangspause: 1. FC Köln verspielt 2:0-Führung gegen Mainz

Erstes Spiel nach Corona-Zwangspause : 1. FC Köln verspielt 2:0-Führung gegen Mainz

Nach der Corona-Zwangspause hat 1. FC Köln am Sonntagnachmittag Mainz 05 empfangen. Trotz schmeichelhafter 2:0-Führung konnte der FC das Heimspiel vor Geisterkulisse nicht gewinnen.

Noch nicht im Geisterspiel-Modus angekommen ist der 1. FC Köln. Obwohl die Mannschaft im März am ersten Bundesligaspiel ohne Zuschauer teilgenommen hatte, kam sie nun im eigenen Stadion nicht über ein 2:2 gegen Mainz 05 hinaus. Dabei hatte man bis zur 61. Minute mit 2:0 geführt. Allerdings war dieser Vorsprung schmeichelhaft, das Remis für die engagierten Gäste hoch verdient.

Erst sechs Minuten vor dem Anpfiff meldete sich Stadionsprecher Michael Trippel, um die Aufstellungen zu verlesen. Seine übliche Begrüßung „in der schönsten Stadt Deutschlands“ entfiel. Auf der Osttribüne schmückten gut 700 Trikots, etwa 200 Schals und einige andere Fan-Utensilien von Dauerkartenkunden Teile des Unterrangs als Glücksbringer.

Die halfen den Gastgebern zunächst auch. Denn bereits in der sechsten Minute erzielte Mark Uth die Führung für den 1. FC Köln. Zuvor war der Stürmer in den Strafraum eingedrungen und von Moussa Niakhaté zu Fall gebracht. Schiedsrichter Guido Winkmann zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Dennoch wurde die Szene von Videoassistent Tobias Welz kontrolliert. Es ging um eine vorherige mögliche Abseitsstellung, die aber nicht vorlag.

Den Strafstoß führte dann Mark Uth selber aus und traf rechts unten. Florian Müller war zwar in der Ecke, kam aber nicht an den hart geschossenen Ball. Es war Uths fünfter Treffer neben vier Vorlagen bei seinem achten Einsatz für den FC seit seiner Ausleihe im Januar.

Im weiteren Spielverlauf dominierten allerdings die Gäste. Bei denen hatte Achim Beierlorzer bei seiner Rückkehr an seine vorherige Arbeitsstätte sieben Wechsel gegenüber dem letzten Spiel, dem 1:1 gegen Düsseldorf im März, vorgenommen. Die Elf, der er sein Vertrauen gegeben hatte, bot eine engagierte Leistung, drückte die Gastgeber immer wieder in die Defensive.

Die größte Chance der Mainzer vereitelte Timo Horn in der 29. Minute, wofür es von den FC-Verantwortlichen auf der Tribüne lauten Applaus gab. Einen Schuss von Karim Onisiwo hatte Sebastiaan Bornauw unglücklich aufs Tor abgefälscht. Doch der FC-Schlussmann zeigte eine schnelle Reaktion und starke Parade.

Unmittelbar vor der Pause boten sich den Kölnern dann plötzlich zwei Möglichkeiten zum Ausbau der Führung: Florian Kainz (44.) zielte aber aus 22 Meter rechts knapp vorbei. Dort landete auch ein von Mark Uth geschossener und abgefälschter Freistoß (45.+2).

Die Gäste bestimmten auch zu Beginn des zweiten Durchgangs zunächst das Geschehen. Doch erneut war es der FC, der zu einem Treffer kam. Nach einer feinen Flanke des eingewechselten Dominick Drexler von rechts traf der links vors Tor stürmende Florian Kainz aus vollem Lauf per Kopf (53.).

Eine Schockwirkung zeigte das bei den Mainzern jedoch nicht. Sie blieben ihrem druckvollen Offensivspiel treu – und hatten Erfolg. In der 61. Minute traf der kurz zuvor eingewechselte Taiwo Awoniyi nach einer Hereingabe aus kurzer Distanz. Es war sein erster Bundesligatreffer.

Und die Gäste drückten weiter, mit Erfolg. In der 72. Minute ließ sich Pierre Kunde weder von Jonas Hector noch von Toni Leistner und Sebastiaan Bornauw stoppen und schob den Ball nach seinem Sololauf an Timo Horn vorbei zum 2:2 ein. „Weiter, weiter, weiter!“, trieb 05-Sportchef Rouven Schröder von der Tribüne aus seine Spieler weiter an.

Die nächste Chance in der umkämpften Partie besaßen die Hausherren. Jhon Cordoba köpfte aber eine Schindler-Flanke knapp links am Tor vorbei (78.). Drei Minuten später scheiterte der Kölner am Mainzer Schlussmann. Anschließend köpfte auch Toni Leistner nach einem Uth-Freistoß links vorbei.

Köln: Horn; Schmitz (83. Ehizibue), Bornauw, Leistner, Katterbach; Skhiri, Hector (76. Rexhbecaj); Kainz (70. Schindler), Uth, Thielmann (46. Drexler); Cordoba (83. Terodde). – Mainz: Müller; Baku, St. Juste, Niakhaté, Aaron; Kunde (83. Latza), Fernandes (69. Szalai); Ji (56. Awoniyi), Boetius (83. Barreiro), Quaison; Onisiwo (83. Burkart). – SR: Winkmann (Kerken). – Tore: 1:0 Uth (6., Foulelfmeter), 2:0 Kainz (53.), 2:1 Awoniyi (61.), 2:2 Kunde (72.). – Zuschauer: 0. – Gelbe Karten: Hector, Kainz, Rexhbecaj, Skhiri – Ji, Aaron.