1. FC Köln: 1. FC Köln spielt unentschieden gegen FC Heidenheim

1. FC Köln : 1. FC Köln spielt unentschieden gegen FC Heidenheim

Die Serie siegloser Spiele hält beim 1. FC Köln an. Zum dritten Mal in Folge kam der Bundesliga-Absteiger nicht zu drei Punkten.

Gegen den FC Heidenheim rannte man lange Zeit einem Rückstand hinterher, bevor der Treffer zum 1:1 gelang. Dass der auch den Endstand bedeutete, lag an der schwachen Chancenverwertung. Am Ende gab es Pfiffe. Viele der 50.000 Zuschauer im ausverkauften Stadion waren enttäuscht.

Viel vorgenommen hatten sich die Gastgeber nach den enttäuschenden Vorstellungen in der jüngeren Vergangenheit, vor allem vor heimischer Kulisse. Doch erneut wurden die eigenen Fans enttäuscht. Die Kölner boten einen uninspirierten Fußball, kaum Überraschendes und kamen folgerichtig nur zu halbwertigen Chancen.

So gingen sie mit einem 0:1-Rückstand in die Pause, weil die Heidenheimer eine Standardsituation zur Führung genutzt hatten. Nach einem von Marc Schnatterer getretenen Eckball (9.) köpfte Innenverteidiger Timo Beermann aus sieben Metern ein. Marco Höger und Jonas Hector standen zu weit von ihm entfernt.

Eine kuriose Szene entwickelte sich in der 35. Minute, als Fifa-Schiedsrichter Tobias Stieler einen Freistoß für Marcel Risse in Strafraumhöhe pfiff und Norman Theuerkauf wegen Foulspiels Gelb zeigte. Der protestierte heftig dagegen. Daraufhin befragte der Unparteiischen den Kölner, ob er getroffen worden sei. Marcel Risse war ehrlich und verneinte. Die Verwarnung wurde zurückgenommen, das Spiel nach langer Besprechung mit den Kapitänen mit Schiedsrichterball fortgeführt.

Für die uninformierten Zuschauer aber blieb das Geschehen unverständlich. Fortan war Tobias Stieler für sie der Buhmann.

Während der Nachspielzeit der ersten Halbzeit kam schließlich noch das Aus für Salih Özcan. An der Seitenlinie zwischen den Mannschaftsbänken wurde er von Niklas Dorsch übel auf das linke Sprunggelenk getreten. Zum Glück erlitt der Kölner keine schwerwiegende Verletzung, musste aber ausgewechselt werden.

„Es war schmerzhaft. Aber zum Glück ist nichts kaputtgegangen“, berichtete Salih Özcan nach Spielende. Da meldete sich auch Heidenheims Trainer Frank Schmidt in der Angelegenheit zu Wort und entschuldigte sich für seinen Spieler.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs drückten die Kölner mächtig auf den Ausgleich. Der eingewechselte Serhou Guirassy zielte drüber (48.), der Flachschuss von Marcel Risse (48.) wurde vom Torhüter mit dem rechten Fuß geklärt, ein Kopfball von Simon Terodde (50.) landete in den Händen des Schlussmanns.

Wenig später sorgte der bis dahin gute Rafael Czichos für Schrecksekunden: Sein Rückpass ging Richtung eigenes Tor, dass Timo Horn verlassen hatte. Im letzten Moment stoppte der heransprintende Torwart den Ball vor der Torlinie.

Im Gegenzug (58.) dann der Ausgleich: Nach einer Ecke flanke Marcel Risse hoch vors Tor, wo Serhou Guirassy per Kopfballaufsetzer traf. Zwei Minuten später forderten die Kölner vergeblich Strafstoß, nachdem Dominick Drexler im Strafraum von hinten umgestoßen wurde.

Die Hausherren spielten nun mit enormem Druck, berannten das Heidenheimer Tor. Die Gäste-Abwehr wankte ein um das andere Mal, fiel aber nicht in sich zusammen. Im Gegenteil, nach Kontern ergaben sich starke Szenen für die Gäste. Einen Schuss von Robert Andrich (73.) lenkte Rafael Czichos zur Ecke, eine Hereingabe verlängerte Denis Thomalla (79.) frei stehend neben das Tor.

Eine feine Szene besaß noch einmal Serhou Guirassy in der 83. Minute, als er zu einem Volleyschuss kam. Doch Torwart Kevin Müller begrub den Ball unter sich.

Köln: T.Horn; Schmitz (79. Cordoba); Meré, Czichos, Hector; Höger; Risse, Schaub, Özcan (46. Guirassy), Drexler (87. Hauptmann); Terodde

Heidenheim: Müller; Busch, Mainka, Beermann, Theuerkauf; Dorsch (46. Feick), Griesbeck; Andrich (75. Multhaup), Schnatterer; Dovedan; Schmidt (67. Thomalla).

SR: Stieler (Hamburg).

Tore: 0:1 Beermann (9.), 1:1 Guirassy (58.).

Zuschauer: 50.000 (ausverkauft).

Gelbe Karte: Höger, Hector – Griesbeck, Beermann.