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1. FC Köln: Rafael Czichos entging nur knapp Querschnittslähmung

Verletzung beim Spiel gegen Hertha BSC : Rafael Czichos entging nur knapp Querschnittslähmung

Vor rund drei Wochen verletzte sich Rafael Czichos beim Spiel gegen Hertha BSC im Halswirbelbereich, als er in einen Gegenspieler prallte. Jetzt wurde bekannt, wie viel Glück der 29-Jährige im Unglück hatte.

Nur knapp ist Rafael Czichos einer Querschnittslähmung entgangen. Diese bisher zurückgehaltene Information veröffentlichte der 1. FC Köln jetzt in der neuesten Folge seiner Saison-Dokumentation „24/7 FC“. Darin sprechen der Innenverteidiger und Professor Dr. Peer Eysel von der Uniklinik Köln über die Schwere der Verletzung, die er sich beim Bundesligaspiel bei Hertha BSC vor gut drei Wochen zugezogen hatte.

Damals war Rafael Czichos bei einem Zweikampf mit dem Kopf voran in Gegenspieler Marko Grujic geprallt. „Der Schmerz war nicht so, dass er gleich wieder aufhören würde. Wie man gemerkt hat, hatte ich extremes Glück in dieser Situation“, sagte der 29-Jährige.

Der bedankte sich bei Mannschaftsarzt Dr. Paul Klein und Physiotherapie-Chef Klaus Maierstein, die auf dem Platz sofort richtig gehandelt hatten. Sie forderten den Abwehrspieler auf, ganz ruhig liegen zu bleiben und legten ihm eine Halsmanschette zur Stabilisierung an.

Nach Untersuchungen in der Berliner Virchow-Klinik flog Rafael Czichos am nächsten Tag zurück nach Köln. Tags darauf wurde bei Untersuchungen in der Kölner Uniklinik das ganze Ausmaß der Verletzung bewusst. „Da wurde sichtbar, dass die Halswirbelsäule wirklich komplett zerrissen war“, erläuterte Professor Dr. Peer Eysel.

Zum Rafael Czichos meinte der Arzt, dass es zumindest wie ein Vierer im Lotto gewesen sei, dass er keine Querschnittslähmung erlitten habe. Es sei oft der Fall, dass man nach solch einer Verletzung nicht mehr laufen könne.

Nach der erfolgreichen Operation verordnete er dem Spieler Ruhe und Erholung und empfahl, in dieser Saison nicht mehr Fußball zu spielen. Wenn die Verletzung ausgeheilt sei, bestehe wieder die volle Belastbarkeit. Deshalb versprach der Innenverteidiger, der bis zur Verletzung zum Stammpersonal des 1. FC Köln gehörte: „Ich komme wieder.“