Derby als Testspiel

Bonner SC testet gegen den 1. FC Köln

Bonn. BSC-Trainer Daniel Zillken freut sich auf das Testspiel-Highlight am Samstag gegen den 1. FC Köln. Der Regionalligist hofft auf 4000 Zuschauer. Engelman muss vorerst pausieren.

Es geht doch nichts über gute Kontakte. Jedenfalls hatte Daniel Zillken, Cheftrainer des Fußball-Regionalligisten Bonner SC, wenig Mühe, seinen Kollegen Tom Cichon, Co-Trainer beim Zweitligisten 1. FC Köln, von einem Testspiel in Bonn zu überzeugen. Da diese Partie am Samstag (13 Uhr, Sportpark Nord) auch Cichons Chef Markus Anfang in den Kram passte, dürfen sich die Fußballfreunde in Bonn auf ein attraktives Vorbereitungsspiel gegen den FC freuen.

Rund 1300 Tickets waren bis Mittwochnachmittag abgesetzt. „Ich hoffe auf 4000 Zuschauer“, sagt Zillken, der die Kölner als außergewöhnlichen Zweitligisten bezeichnet, der den Unfall Abstieg wohl schnellstmöglich reparieren wird. „Den 1. FC Köln als Testspielgegner zu bekommen, ist ein absoluter Glücksfall und ein Highlight für unsere Fans“, meint der BSC-Trainer. Dass die neu formierte Mannschaft des BSC, deren Zusammenstellung noch längst nicht final ist, bereits ansehnlich zusammenspielt, demonstrierte das Team beim 2:2 gegen den frisch gebackenen Drittligisten KFC Uerdingen.

Seitdem hat sich beim täglichen Training des Regionalligisten einiges getan. Dem Argentinier Pablo Schmitt, gegen Uerdingen noch mit von der Partie, hat Zillken genauso eine Absage erteilt wie Dennis Dreyer und Alan Muharemi (beide U23 Fortuna Düsseldorf). Weiterhin vorspielen dürfen dagegen der Ex-Bonner Robin Schmidt, der während seines einjährigen USA-Aufenthalts für ein College spielte und laut Zillken in einem körperlich guten Zustand ist, sowie der gegen Uerdingen stark spielende Japaner Shunya Hashimoto (U23 Fortuna Düsseldorf). Relativ gut integriert sind laut BSC-Cheftrainer bereits die Neuzugänge Nils Rütten, Markus Wipperfürth, Dennis Brock, Bernard Mwarome und die hochgezogenen U19-Akteure David Gerber und Ertugrul Ünal.

Hoffnung für Jesic

Während der Laktattest durch die Bank gute Ergebnisse ergab, macht sich Daniel Zillken Sorgen um den Zustand von Dennis Engelman. Beim Rechtsverteidiger entdeckten die Ärzte hohe Entzündungswerte. „Wir haben ihn vorerst aus dem Trainingsbetrieb herausgenommen“, sagt Zillken. Dagegen soll Vojno Jesic nach siebenmonatiger Verletzungspause (Schambeinentzündung) in den nächsten Tagen wieder behutsam ins Training einsteigen. Ob es für den Mittelfeldspieler für einen Kaderplatz reicht, will das Trainerteam aufgrund der körperlichen Entwicklung von Jesic entscheiden. „Wir haben ihn jedenfalls nicht abgeschrieben“, sagt Zillken.

Die Tickets für die Partie gegen den 1. FC Köln am Samstag kosten auf der Haupttribüne für Vollzahler 15,50 Euro (ermäßigt zwölf Euro). Kinder von sieben bis 14 Jahren zahlen 7,50 Euro – auch auf der Gegengeraden. Dort werden für Vollzahler elf Euro (ermäßigt 8,60 Euro) fällig. Alle Eintrittskarten gelten als Fahrausweis im VRS-Bereich.