Kommentar zum Bonner SC: Vorfreude statt Zittern

Kommentar zum Bonner SC : Vorfreude statt Zittern

Der Bonner SC startet am Wochenende in die neue Regionalliga-Saison. Der Verein hat viel investiert, um eine weitere Zitterpartie zu unterbinden, findet GA-Redakteur Simon Bartsch.

Mit einwöchiger Verspätung startet der Bonner SC am Wochenende in die neue Saison. Eine Schonfrist, hätten die Kritiker in den vergangenen Spielzeiten noch denken können. Diesmal darf sich aber auch bei den größten Zweiflern eine gewisse Vorfreude einstellen. Denn der Regionalligist hat seine Hausaufgaben gemacht. Mit der Verpflichtung von Thorsten Nehrbauer haben die Bonner nicht nur einen Fußball-Fachmann auf den Trainerposten gehoben, Nehrbauer kehrt auch zu seinen Wurzeln zurück, ist in Bonn geboren, hat beim BSC gespielt.

Der 41-Jährige kann sich also vollends mit dem Verein und der Stadt identifizieren. Eine naheliegende und auch gute Lösung. Denn der Trainer hat gemeinsam mit den Verantwortlichen eine Truppe zusammengestellt, die zwar nicht in allen Testspielen sattelfest war, aber durchweg ordentliche Leistungen geboten hat. Die Rückkehr von Dario Schumacher und Adis Omerbasic zeigt, dass auch gestandene Regionalligaspieler der Philosophie des Trainers absolut vertrauen. Nun soll noch ein weiterer Angreifer folgen.

Die Chemie scheint in der Mannschaft zu stimmen. Die Spieler werden zumindest nicht müde, eben diese zu loben. Anders sind auch hochkarätige Transfers wie die von Jan Holldack und Robin Benz nicht zu erklären. Denn die finanziellen Mittel dürften beim Gros der Konkurrenz besser aussehen. Dennoch hat sich auch der Bonner SC diesen Umbruch einiges kosten lassen. „Qualität hat ihren Preis“, hat der BSC-Vorstandsvorsitzende Dirk Mazurkiewicz erst kürzlich gesagt. Dafür seien die Verantwortlichen auch ein etwas größeres Risiko eingegangen. Zu Recht. Denn nur so können die Bonner ihr Saisonziel auch erreichen.

Aller Euphorie zum Trotz lautet dieses noch immer „frühzeitiger Klassenerhalt“. Daran müssen sich die Bonner messen lassen. Und erst wenn diese Höhe übersprungen ist, sollte die Latte auf das nächste Level gelegt werden.

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