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Bonner SC: Stephan Engels wird sportlicher Berater beim BSC

Bonner SC : Stephan Engels wird sportlicher Berater beim BSC

Wenn es nach Stephan Engels, der die sportlichen Geschicke des Bonner SC lenken soll, soll der Verein in die Top-Acht der Fußball-Regionalliga. Der Trainer wird in dieser Woche benannt.

Ambitioniert - laut Duden der Ausdruck für ehrgeiziges, anspruchsvolles und sogar strebsames Vorgehen. Für Stephan Engels muss der Fußballregionalligist Bonner SC genau mit dieser Einstellung die kommende Spielzeit der Regionalliga West in Angriff nehmen, die am Wochenende vom 26. bis zum 29. Juli beginnt.

"Wir können und wollen den Fußballfans in Bonn nicht noch eine Saison Abstiegskampf zumuten", sagt der achtfache deutsche Nationalspieler, der seit dem Abpfiff des letzten Spieltags gemeinsam mit Sportdirektor Thomas Schmitz die sportlichen Geschicke des Viertligisten lenken soll. Schmitz freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem Ex-Profi, der 236 Bundesliga-Spiele für den 1. FC Köln machte und 39 Tore schoss.

Der BSC-Sportdirektor ist begeistert über die prominente Unterstützung, die bereits seit mehreren Monaten angedacht war. "Stephan Engels ist hervorragend vernetzt", sagt Schmitz. "Die Chemie zwischen uns stimmt. Es macht Spaß, mit ihm zusammenzuarbeiten." Laut Schmitz werden in den nächsten Wochen weitere Persönlichkeiten in beratender Funktion den auf der jüngsten Mitgliederversammlung ins Leben gerufenen Sportausschuss befüllen.

Engels selbst, dessen genaue Funktionsbezeichnung in den BSC-Gremien noch festgezurrt werden soll, hat klare Ziele. "Wir wollen eine ambitionierte Mannschaft zusammenstellen, die in der Lage ist, unter die ersten acht zu kommen", sagt der Mondorfer, der mehr als 35 Jahre als Spieler, Trainer und Nachwuchskoordinator für die Geißböcke tätig war und seit zehn Jahren seinem Heimatverein TuS Mondorf vorsteht. Damit sich dieser Plan in die Tat umsetzen lässt, sind vor allem Geldgeber gefragt. "Ich habe viele gute Gespräche geführt", sagt der Berater und Onkel von Ex-BSC-Angreifer Lucas Musculus. "Jetzt müssen die Sponsoren auch zu ihrem Wort stehen."

Dass die Kaderplanung auf den letzten Drücker erfolgen muss, schreckt den 58-Jährigen nicht. "Es gibt genügend gute Spieler auf dem Markt. Alleine Viktoria Köln gibt nach dem Aufstieg in die 3. Liga rund ein Dutzend Spieler ab." Namen wie Kelvin Lunga, dessen Karriere beim SV Rödinghausen ins Stocken geriet, und Mittelstürmer Giuseppe Pisano, der die U 23 von Borussia Mönchengladbach verlassen wird, werden mit dem BSC in Verbindung gebracht. "Vier bis fünf Spieler dieses Kalibers werden wir brauchen", sagt Engels.

Der Ex-Coach der U 21 des FC und Schmitz haben in den kommenden Wochen alle Hände voll zu tun. Mit Bernard Mwarome, Jannik Stoffels und Daniel Somuah sind lediglich drei Akteure mit einem Vertrag für die kommende Saison ausgestattet. Die wichtigste Personalie für Engels ist aber die des Trainers. "Ein guter Trainer ist immens wichtig." Im Laufe der Woche wollen Engels und Schmitz den BSC-Trainer benennen. Dabei erscheint es eher unwahrscheinlich, dass Markus Zschiesche sein im Winter angetretenes Amt fortsetzen wird. "Es gibt auch genügend gute Trainer", meint Engels dazu.

Dabei müsse der Mann an der Seitenlinie nicht unbedingt, wie Zschiesche es tat, hauptamtlich arbeiten. "Hauptsache, er ist mit dem nötigen Ehrgeiz unterwegs, und genauso ambitioniert, wie der gesamte Verein", sagt Engels.