Mario Neunaber: Bonner SC findet neuen Sportdirektor

Ehemaliger Spieler von Jahn Regensburg : Das ist der neue Sportdirektor des Bonner SC

Vorstand und Cheftrainer des Fußball-Regionalligisten Bonner SC haben entschieden: Der neue sportliche Leiter und Nachfolger des im Oktober zurückgetretenen BSC-Sportdirektors Thomas Schmitz heißt Mario Neunaber.

Vorstand und Cheftrainer des Fußball-Regionalligisten Bonner SC haben sich entschieden: Der neue sportliche Leiter und Nachfolger des im Oktober zurückgetretenen BSC-Sportdirektors Thomas Schmitz heißt Mario Neunaber. „Mit ihm haben wir einen sportlichen Leiter, der versteht, wo wir sind und wo wir hinwollen“, sagte der BSC-Vorstandsvorsitzende Dirk Mazurkiewicz anlässlich der offiziellen Vorstellung von Neunaber. „Wir funken auf einer Wellenlänge und sind uns einig, wie wir den BSC unter den aktuellen Rahmenbedingungen weiter voranbringen wollen. Er hat sich unter allen, die sich für den Posten des sportlichen Leiters beworben haben, als die Toplösung herauskristallisiert.“

Der 37-Jährige, der sich in der letzten Bewerberrunde gegen laut Mazurkiewicz „renommierte Konkurrenz mit Erstligaerfahrung“ durchgesetzt hat, erhält zunächst einen Vertrag bis zum Saisonende. „Wobei wir sehr an einer längerfristigen Zusammenarbeit interessiert sind“, sagte Stefan Krämer, der nach dem Rücktritt von Thomas Schmitz das Amt des sportlichen Leiters kommissarisch übernommen hatte.

Das ist der neue Sportdirektor vom Bonner SC, Mario Neunaber, bei seiner Vorstellung am Dienstag. Foto: Boris Hempel

Neunaber, der mit Frau und zwei Kindern in der Nähe von Mönchengladbach lebt, hatte seine aktive Karriere als Spieler 2015 bei Rot-Weiss Essen beendet und danach als Verantwortlicher für Marketing und Vertrieb beim einstigen Bundesligisten gearbeitet. „Ich kenne die Spieler, die Liga und die Rahmenbedingungen, unter denen die Vereine operieren“, sagte der neue sportliche Leiter des BSC. „Ich werde sehr eng mit Trainer Thorsten Nehrbauer zusammenarbeiten.“

Als Innenverteidiger schaffte Neunaber mit dem FC Ingolstadt 2008 erstmals den Sprung in die 2. Bundesliga, wo der gebürtige Bremer 29 Spiele für die Schanzer absolvierte. 2012 gelang Neunaber dieses Kunststück auch mit Jahn Regensburg.

Das fußballerische Rüstzeug holte sich der studierte Sportökonom bei Werder Bremen. Dort durchlief Neunaber alle Jugendmannschaften bis hin zur U23. In der Meistersaison der Bremer 2004 trainierte Neunaber auch mit den Profis unter Thomas Schaaf, schaffte den Sprung in den Profikader allerdings nicht. „Schon damals habe ich mir Gedanken über das Leben nach dem Fußball gemacht und neben meinem Engagement als Spieler in der 3. und 2. Liga in der IST Hochschule für Sportökonomie in Düsseldorf studiert.“ Zu den Dozenten damals zählte auch der BSC-Vorstandsvorsitzende Dirk Mazurkiewicz.

Während seiner aktiven Karriere gehörte Neunaber dem Spielerrat der Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VdV) an. Um sich seiner Arbeit beim BSC widmen zu können, beendete Neunaber in der Zwischenzeit seine freiberufliche Tätigkeit als Chefscout und Laufbahn-Coach für die Mönchengladbacher Spielerberatungsagentur Bigpoint. „Ich will mich zu 100 Prozent mit Herz und Leidenschaft für den BSC einsetzen und meinen Teil dazu beitragen, dass die Mannschaft in der bevorstehenden Rückrunde nichts mit dem Abstieg zu tun hat“, sagte der neue sportliche Leiter des BSC.

Auf längere Sicht will Neunaber einen Schwerpunkt seiner Arbeit auf die engere Verzahnung mit der Leistungsabteilung der BSC-Jugend legen. „Wir wollen die U17 und U19 verstärken, um daraus Spieler für die erste Mannschaft stellen zu können.“