Informationen zu Spielerwechseln: "Kommunikationsprobleme" beim Bonner SC

Informationen zu Spielerwechseln : "Kommunikationsprobleme" beim Bonner SC

Nach der Mitteilung, sich von Spielern trennen zu wollen, gibt es Ärger beim Bonner SC. Koray Kacinoglu will nur über Facebook erfahren haben, den Verein verlassen zu müssen. Nicht die einzige Kommunikationspanne.

Mit Ausnahme der Vertragsverlängerungen von Kapitän Mario Weber und Linksverteidiger Markus Wipperfürth blieb dem Fußballregionalligisten Bonner SC knapp drei Wochen nach dem letzten Punktspiel nicht viel Anderes übrig, als Abgänge zu vermelden. Zwischen zwei Spielzeiten eigentlich das normale Fußballgeschäft – erst recht für den BSC, dessen Klassenerhalt bekanntlich erst nach dem letzten Schlusspfiff feststand. Eine Trennung sorgt nun offenbar für Irritationen zwischen Spieler und Verein.

Koray Kacinoglu, der in der Winterpause zum BSC gewechselt war und unter Trainer Markus Zschiesche in drei Spielen als Rechtsverteidiger zum Einsatz kam, hatte auf der Facebook-Seite des Vereins seine Verwunderung über die Trennung zum Ausdruck gebracht. „Schön sowas über die sozialen Medien zu erfahren“, schrieb der 24-Jährige. Auch einige BSC-Fans reagierten irritiert, sprachen dem BSC gar professionelles Verhalten ab. Vorwürfe, die Thomas Schmitz, der sportliche Leiter des BSC, so nicht gelten lassen will. „Der Spieler hat vor einigen Wochen während des laufenden Spielbetriebs um eine Trainingsfreigabe gebeten, um sich bei Kickers Offenbach vorstellen zu können“, erklärt Schmitz. „Diesem absolut legitimen Wunsch haben wir entsprochen. Leider hat sich Koray dabei verletzt und stand uns im Abstiegskampf nicht zur Verfügung. Für uns war damit aber klar, dass er uns nach der Saison verlassen will.“

Auch habe es nach dem Spiel gegen Kaan-Marienborn eine Verabschiedung unter der Voraussetzung gegeben, noch einmal miteinander zu sprechen. „Dieses Gespräch hat bislang noch nicht stattgefunden und hätte möglicherweise Missverständnissen vermeiden können“, räumt Schmitz ein. „Diese Unterredung werde ich auf jeden Fall nachholen.“

Kommunikationsstörungen gebe es laut Schmitz aber auch von Seiten der Spieler und ihrer Berater. „ Dass David Bors in der kommenden Saison für Alemannia Aachen spielt, haben wir aus der Zeitung erfahren“, berichtet Schmitz. Daraufhin erwiderte Bors: "Der BSC, zu dem ich nach wie vor ein sehr gutes Verhältnis habe, ist zu keinem Zeitpunkt wegen einer Vertragsverlängerung auf mich zugekommen." Kacinoglu selbst wollte die Umstände seines Weggangs aus Bonn nicht näher kommentieren, „um nicht für weitere Missverständnisse zu sorgen und das gute Verhältnis zum BSC und zu Thomas Schmitz nicht weiter zu belasten“.

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