Interview mit dem Trainer vom Bonner SC: Die 3. Liga ist für Daniel Zillken utopisch

Interview mit dem Trainer vom Bonner SC : Die 3. Liga ist für Daniel Zillken utopisch

Im Interview spricht Trainer Daniel Zillken über die Gründe für seine Vertragsverlängerung, die Entwicklung des Bonner SC, über mittelfristige Ziele und die Vorteile von Einjahresverträgen.

Der Bonner SC und Daniel Zillken – eine Zusammenarbeit, die offensichtlich passt und noch mindestens 18 Monate andauert. Thomas Heinen sprach mit dem Cheftrainer des Fußball-Regionalligisten über seine Beweggründe, weiter in Bonn arbeiten zu wollen.

Herr Zillken, was ist der wesentliche Grund, warum Sie beim BSC noch mindestens eine weitere Saison dranhängen.
Zillken: Ich spüre großes Vertrauen seitens des Vorstandes und der übrigen handelnden Personen in diesem Verein. Das ist die Basis, um meine Ideen im Rahmen des Möglichen umzusetzen.

Was ist denn mittelfristig möglich beim BSC?
Zillken: Es gilt, die Professionalisierung Schritt für Schritt voranzutreiben. Das braucht seine Zeit. Es muss sich aber einiges tun. Zum Beispiel, was die Trainingsbedingungen für die erste Mannschaft angeht. Der Kunstrasenplatz ist ein Anfang. Sehr wichtig ist, dass der Mondorfer Bach ausschließlich für die erste Mannschaft zur Verfügung steht. Dass wir die letzten vier Punktspiele verloren haben, lag auch an den schlechten Trainingsbedingungen. Zudem ist es mir gelungen, das Funktionsteam mit Florian Mager auszuweiten. Dafür muss die Zusammenarbeit mit der Jugendabteilung zukünftig enger werden. Ich weiß, wie der Club aufgestellt ist. Was das Budget für die erste Mannschaft angeht, stehen wir in der Regionalliga im unteren Bereich.

Ist also die Regionalliga für den BSC das höchste der Gefühle?
Zillken: Über die 3. Bundesliga nachzudenken ist aus meiner Sicht völlig utopisch – nach dem jetzigen Stand der Dinge wohlgemerkt. Unser Ziel muss es sein, den BSC in der vierten Liga zu stabilisieren, um auf diese Weise das nötige Interesse in der Wirtschaft, insbesondere bei den größeren Unternehmen zu wecken. Bis jetzt hat sich der BSC prächtig entwickelt. Wir dürfen aber nicht vergessen, wo der Verein vor fünf Jahren stand.

Das sind alles Ziele, die sich nur mit einem längeren Atem erreichen lassen. Sie haben Ihren Vertrag aber nur um ein Jahr verlängert. Warum?
Zillken: Das mache ich grundsätzlich so. Damit ist der Druck für beide Seiten nicht so groß und ich bewahre mir ein gewisses Maß an Unabhängigkeit. Schließlich bin ich als Trainer kein Vollprofi, sondern stehe voll im Berufsleben.

Ist Ihnen der BSC ans Herz gewachsen?
Zillken: Ich fühle mich sehr wohl in Bonn. Du merkst, dass der Verein den Leuten wichtig ist und eine gewisse Strahlkraft besitzt. Es sind viele am Werk, die sich mit großem Engagement für den BSC einsetzen. Deshalb bin ich stolz, für diesen Verein arbeiten zu können.

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