Ziele der Zukunft: Der Bonner SC will den Aufstieg in drei Jahren

Ziele der Zukunft : Der Bonner SC will den Aufstieg in drei Jahren

Die Ziele des Regionalligisten: Klassenerhalt, Mittelfeldplatz, dann Sprung in die 3. Liga. Vorstandsvorsitzender Mazurkiewicz bestätigt Verhandlungen mit einem Großsponsor. Offensivspieler Salman kommt aus Herkenrath.

Seine Tore taten richtig weh. Hamza Salman schoss im Hinspiel der Fußball-Regionalliga West für den TV Herkenrath gegen den Bonner SC das 1:0 – Endergebnis 3:3. Insgesamt traf Salman in 19 Regionalligaspielen fünfmal. Noch folgenschwerer war der Doppelpack des 20-Jährigen beim 4:2-Sieg des Aufsteigers im Verbandspokal. Denn nur wenige Tage später trat BSC-Coach Daniel Zillken nach der 2:3-Punktspielniederlage beim 1. FC Kaan-Marienborn zurück.

Ab der Winterpause soll Salman seine Tore nun für den BSC schießen. „Wir freuen uns, mit Salman einen Offensivspieler verpflichtet zu haben, der auf vielen Positionen einsetzbar ist, in Bonn wohnt und perfekt in die U23-Regelung passt“, meinte Thomas Schmitz. Salmans Vertrag gilt zunächst bis zum 30. Juni 2019. Der BSC-Sportdirektor kündigte für die Winterpause mindestens zwei weitere Neuzugänge an. „Wir sind bereit, etwas zu tun“, sagte Schmitz. „Trotz der zurückgehenden Zuschauerzahlen ist dafür Geld vorhanden.“ Ob Spieler aus dem aktuellen Kader den Verein verlassen, ließ Schmitz offen.

Schritt in Richtung Profifußball

Weitaus schwieriger gestaltet sich für den BSC-Sportdirektor die Suche nach einem neuen Chefcoach. Um professionellere Strukturen zu etablieren, soll eigentlich ein hauptamtlicher Trainer her. Ein Kandidat, der laut Schmitz sehr gut zum BSC gepasst hätte, entschied sich anders. „Leider hat er abgesagt“, meinte der Sportliche Leiter des Tabellen-14. „Der BSC wäre nicht das große Update für ihn gewesen.“

Eine Begründung, die Schmitz nachdenklich macht. Alternativ denkt der 38-Jährige deshalb über eine „lokale Lösung“ nach. „Infrage käme eine Zwischenlösung. Aber zum Beispiel auch ein Trainer, der aufgrund seines beruflichen Umfelds in der Lage ist, ab dem Sommer hauptamtlich zu arbeiten.“ Diesbezügliche Gespräche sind für die kommende Woche geplant.

Für Schmitz und den BSC-Vorstandsvorsitzenden Dirk Mazurkiewicz markiert der neue Trainer den ersten Schritt Richtung Profifußball. „Der beginnt für uns ab Platz zehn in der Regionalliga. Diesen Bereich wollen wir in der kommenden Saison ins Visier nehmen, um dann in den nächsten zwei bis drei Jahren den Aufstieg anzupeilen“, sagt Mazurkiewicz. Neben Profitrainer und Profimannschaft, deren Etat ab der nächsten Saison verdreifacht werden müsste, gehören für ihn professionelle Vereinsstrukturen dazu. Und die sollen bis zur im März 2019 geplanten Mitgliederversammlung ausgearbeitet sein.

Um schnellere Entscheidungen treffen zu können, plant Mazurkiewicz mit dem Votum der Mitglieder, den geschäftsführenden Vorstand von derzeit fünf auf drei Köpfe zu verkleinern. Darüber hinaus sollen Leiter von Arbeitskreisen und Abteilungen des Clubs mit Beisitzerstatus dem erweiterten Vorstand angehören. Der wohl wichtigste Punkt der geplanten Satzungsänderung betrifft die erste Mannschaft: „Wir wollen eine Ausgliederung des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs, sprich der ersten Mannschaft, mit dem dazugehörigen Marketing und Vertrieb“, sagt Mazurkiewicz.

In dieser Woche weitere Gespräche mit Trainern

Zusätzlich zu neuen vereinsinternen Strukturen stehen konkrete Baumaßnahmen rund um den Sportpark Nord auf der Agenda. „Hier laufen sehr gute Gespräche mit der Stadt“, berichtet der BSC-Vorstandsvorsitzende. So stehen auf der Liste der Bau eines Leistungszentrums mit zusätzlichem Kunstrasenplatz an der Josefshöhe und die Sanierung der sanitären Anlagen im Bereich der Haupttribüne. „Darüber hinaus wollen wir Gespräche über weitere Modernisierungsmaßnahmen“, sagt Mazurkiewicz. „Wir brauchen mit Blick auf den Profifußball besser getrennte Fanbereiche und einen neuen VIP-Bereich. Die Pilstribüne reicht in dieser Hinsicht bei Weitem nicht mehr aus.“ Mazurkiewicz sprach in diesem Zusammenhang von erfolgreichen Verhandlungen mit einem Großsponsor.

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