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Bonner SC: BSC-Sportdirektor spricht über geplatzte Transfers

Bonner SC : BSC-Sportdirektor spricht über geplatzte Transfers

Der BSC-Sportdirektor Thomas Schmitz sprach über geplatzte Transfers und ein eingeschränktes Budget. Finanziell sei der BSC auf Augenhöhe mit Mannschaften wie Rhynern, Erndtebrück und Wegberg-Beeck.

Thomas Schmitz arbeitet gerne für den Fußball-Regionalligisten Bonner SC. Auch wenn die aktuell prekäre sportliche Situation dem BSC-Sportdirektor schlaflose Nächte bereitet. „Wegen der Ergebnisse, nicht wegen der Art und Weise, wie die Mannschaft kämpft und spielt.“

Schmitz ist nach wie vor überzeugt, dass am Saisonende der Klassenerhalt gelingt. „Weil ich weiß, mit welcher Leidenschaft und Akribie Trainer und Mannschaft arbeiten und sich auf jedes einzelne Spiel vorbereiten.“ Die jüngsten Aufritte bei der U23 von Borussia Mönchengladbach und gegen den 1. FC Köln bezeichnet der BSC-Sportdirektor als überzeugend. „Nur im letzten Heimspiel gegen Verl haben am Ende die Körner gefehlt.“ Am Samstag wartet das Auswärtsspiel beim SV Rödinghausen. Auch für Schmitz offensichtlich – die Misere im Angriff.

Warum in der Winterpause nicht nachgelegt werden konnte, begründet Schmitz wie folgt. „Da kam so einiges zusammen“, sagt der BSC-Sportdirektor. „Mit dem vereinslosen Adrian Nikci waren wir uns bereits handelseinig. Aber einen Tag, bevor das Transferfenster schloss, ist er abgesprungen.“ Der Schweizer mit kosovarischen Wurzeln spielte immerhin für Hannover 96, den 1. FC Nürnberg und Union Berlin in der ersten und zweiten Bundesliga.

Den Schuh, dass die Testspieler für die vakante Position im Angriff nicht überzeugen konnten, zieht sich Schmitz an. Den Vorwurf, dass sein Netzwerk nicht ausreiche, geeignetes und bezahlbares Personal an Land zu ziehen, weist der BSC-Sportdirektor dagegen von sich. „Sonst hätten wir Spieler wie Perrey, Stoffels, Spinrath, Jesic und Monath mit Sicherheit nicht bekommen.“

Neben den langfristigen Ausfällen von Daniel Somuah, Nico Perrey und jetzt Vojno Jesic ist für Schmitz das Budget ausschlaggebend, dass der Kader nicht verstärkt werden konnte. „Uns stehen 400 000 Euro zur Verfügung. Damit sind wir allenfalls auf Augenhöhe mit Mannschaften wie Rhynern, Erndtebrück und Wegberg-Beeck.“

Spieler, die diesen Etat gesprengt hätten, wären laut Schmitz auch in der vergangenen Winterpause zu haben gewesen. „Aber damit hätten wir die Existenz des Vereins gefährdet. Wir machen die Fehler von damals sicherlich nicht noch einmal. Dann gehen wir lieber gesund runter, als mit einem dicken Minus die Klasse zu halten. Und da gebe ich lieber Spielern wie Lars Lokotsch, die Spiel für Spiel alles geben, einen neuen Zweijahresvertrag. Egal für welche Liga“, meint Schmitz.

Viele Fans blenden laut BSC-Sportdirektor nach der herausragenden letzten Saison die realistischen Rahmenbedingungen ganz einfach aus. „Für diejenigen, denen diese Ehrlichkeit nicht passt, bin ich dann eben der falsche Sportdirektor.“