Bonner SC: Wuppertaler SV besiegt Rheinlöwen mit 2:0

Regionalliga West : Bonner SC unterliegt Wuppertaler SV mit 0:2

Der Bonner SC steckt weiter im Abstiegskampf der Regionalliga West. Am Freitagabend verlor die Mannschaft von Trainer Markus Zschiesche mit 0:2 beim Wuppertaler SV.

Die Fans des Fußballregionalligisten Bonner SC bleibt ein nervenaufreibender Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag wohl nicht erspart. Nach dem 0:2 (0:1) beim Wuppertaler SV vor 1941 Zuschauern im Stadion am Zoo droht der Elf von Cheftrainer Markus Zschiesche nun am Samstag Abstiegsplatz 15 – sollte der SV Straelen bei der U 23 von Borussia Dortmund gewinnen. Semir Saric (14.) und Enes Topal (65.) besiegelten die dritte BSC-Niederlage in Folge.

Zum dritten Mal blieb die Zschiesche-Elf dabei ohne eigenen Treffer. "Heute hat wieder einmal die Durchschlagskraft gefehlt", meinte Zschiesche. "Das Tor ist wie vernagelt. Während wir die erste klare Chance auslassen, macht Wuppertal mit der ersten Gelegenheit das Tor. Da beginnst du als Spieler zu überlegen. Wir haben noch zwei Spiele, in denen wir alles geben werden."

Die einzige Änderung in der Startelf im Vergleich zum 0:2 gegen die U 23 von Borussia Mönchengladbach dürfte der BSC-Trainer gerne vorgenommen haben. Für Sebastian Hirsch rückte wieder Markus Wipperfürth in die Startelf. Der offensivstarke Linksverteidiger fehlte wegen einer Zyste am Knie immerhin fünf Partien. Und wie schon in Rödinghausen und gegen Mönchengladbach eröffnete der BSC auch in Wuppertal ansehnlich. Das frühe Anlaufen bereitete den Gastgebern sichtlich Probleme.

Die Gäste spielten aggressiv, verzeichneten eine Balleroberung nach der anderen. Schon in der 6. Minute hätte sich die Mühe auszahlen müssen. Innenverteidiger Nico Perrey hatte Suheyel Najar auf die Reise geschickt. Der BSC-Außenspieler bediente David Bors mit einem präzisen Steilpass. Aber wie so oft in den letzten Partien blieb das Happy End nach einem bis dahin schulmäßigen Konter aus. Denn der BSC-Mittelstürmer zielte ohne gegnerischen Druck fast schon kläglich am langen Toreck vorbei.

Auf der anderen Seite sorgte in der 14. Minute ein Doppelfehler für das Wuppertaler 1:0. Nach einem Fehlpass von Perrey, der dann auch noch das Abseits aufhob, hatte der völlig frei vor BSC-Schlussmann Martin Michel auftauchende Semir Saric wenig Mühe zur Führung für den WSV einzuschieben. Eine vergleichbare Einladung auf der anderen Seite, verursacht durch den Fehler von WSV-Innenverteidiger Gino Windmüller, schlug Bors aus. Der Bonner Mittelstürmer hatte mit dem Abschluss einfach zu lange gezögert.

Dass Zschiesche mit seinen Spielern im Training offensichtlich an den zuletzt eher wirkungslosen Standards gefeilt hatte, demonstrierte Najar in der 30. Minute mit einer perfekt getimten Freistoßflanke auf Perrey. Der allerdings traf mit seinem Kopfball nur die Latte. Und fast hätte der WSV zu allem Übel noch kurz vor der Pause das 2:0 erzielt. Aber der abgefälschte Schuss von Kevin Hagemann rauschte über das Bonner Gehäuse (40.). Nach dem Seitenwechsel machten zunächst die Gastgeber Druck. Nachdem Michel in der 50. Minute den Flachschuss von Hagemann parieren konnte, hatte der Bonner Torhüter 60 Sekunden später Glück, als Kenan Dünnwald hauchzart an einer Flanke von Dennis Malura vorbeisegelte.

Nach exakt einer Stunde vergaben kurz hintereinander Perrey, dessen Kopfball vor der Linie abgewehrt wurde, und Vincent Stenzel, der am langen Eck vorbeischoss. Ein individueller Fehler von Michel, der außerhalb des Strafraums per Kopf klären wollte, sorgte schließlich für die Entscheidung. Der Versuch des Bonner Schlussmanns landete genau bei Enes Topal, der Michel daraufhin gekonnt zum 2:0 überlupfte.

Wuppertaler SV:Wickl, Windmüller, Uphoff, Saric, Grebe (81. Kühnel), Hagemann, Dünnwald (70. Schünemann), Meurer, Meier, Pagano (58. Topal), Malura.

Bonner SC: Michel, Omerbasic, Perrey, Fillinger, Wipperfürth, Mwarome, Brock, Salman (75. Weber), Stenzel (77. Hirsch), Najar, Bors (61. Jesic).

Tore: 1:0 Saric (14.), 2:0 Topal (65.). Zuschauer: 1941. Schiedsrichter:Philipp Hüwe. (Coesfeld).

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