Fußball-Regionalliga West: Bonner SC verliert gegen Aufsteiger Homberg

Fußball-Regionalliga West : Bonner SC verliert gegen Aufsteiger Homberg

Der Bonner SC hat am Samstag beim VfB Homberg mit 0:2 verloren - nach dem 0:3 gegen Bergisch Gladbach die zweite Niederlage des BSC gegen einen Aufsteiger.

Vier Siege, ein Unentschieden: Der Bonner SC gehörte zuletzt zum Erfolgreichsten, was die Fußball-Regionalliga West zu bieten hatte. Das Pokalaus am Dienstag beim Mittelrheinligisten FC Wegberg-Beeck nahmen BSC-Anhänger auch deshalb als lästigen aber hinnehmbaren Betriebsunfall hin.

Hauptsache es läuft in der Meisterschaft, in der der BSC nach dem Wattenscheider Rückzug vor dem 15. Spieltag sogar auf Rang sechs geführt wurde. Nach der 0:2 (0:2)-Niederlage vor 500 Zuschauern im PCC-Stadion beim Aufsteiger VfB Homberg, vor dessen kämpferisch geprägter Spielweise BSC-Chef Thorsten Nehrbauer eindringlich gewarnt hatte, landete die Elf von Trainer Thorsten Nehrbauer wieder auf dem brettharten Boden der Tatsachen.

Während Cagatay Kader (13.) und Marvin Lorch (23.) effiziente und aufopfernd verteidigende Gastgeber mit ihren Toren belohnten, arbeitete sich der BSC über 90 Minuten ohne Ertrag an der vielbeinigen Abwehr der Hausherrn ab.

Im Übrigen bedeutete das 0:2 nach dem 0:3 gegen Bergisch Gladbach die zweite Niederlage des BSC gegen einen Aufsteiger. „Wir haben heute Vieles vermissen lassen, was im Fußball wichtig ist“, meinte Nehrbauer. „Denn vor dem Toreschießen gilt es, gut gegen den Ball zu arbeiten und Tore zu verhindern“, sagte der BSC-Trainer. „Es geht nicht, dass wir mit zwei langen Bällen ausgehebelt werden. Diese entscheidenden Situationen haben wir stümperhaft verteidigt.“

Die Befürchtungen von Nehrbauer, beide Außenspieler, Adis Omerbasic und Markus Wipperfürth, müssten in Homberg ersetzt werden, erwiesen sich als unbegründet. Beide Akteure gaben kurz vor der Partie grünes Licht. Wipperfürth musste beim 0:2-Pokalaus in Wegberg-Beeck 15 Minuten vor dem Ende mit muskulären Problemen passen.

Omerbasic erlitt gegen die U 23 von Borussia Dortmund eine schmerzhafte Fußprellung. Für Jan Holldack kam die Partie beim Aufsteiger noch zu früh. Damit stand im PCC-Stadion exakt die Elf auf dem Platz, die gegen den BVB begonnen hatte. Nach zwölf Spielminuten dürfte der nach Duisburg-Homberg mitgereiste BSC-Anhang den verkorksten Pokalauftritt in Wegberg-Beeck (0:2) bereits verdrängt haben.

Der BSC spielte druckvoll und verzeichnete bis zu diesem Zeitpunkt bereits drei gute Einschussgelegenheiten. Die erste vergab Patrick Schikowski, dessen Schussversuch knapp neben das Homberger Tor abgefälscht wurde (5.). Nur 60 Sekunden später scheiterte Kris Fillinger aus kurzer Distanz an Philipp Gutkowski. Der VfB-Schlussmann vereitelte in besagter 12. Minute auch die Großchance von Tiziano Lo Iacono.

Die Bonner Herrlichkeit endete abrupt, als der Ball in der 13. Minute nach einem platzierten Schuss des sträflich frei stehenden Justin Walker, den BSC-Keeper Robin Benz noch abwehren konnte, zu Dennis Wibbe gelangte. Dessen Flanke fand Cagatay Kader, der aus kurzer Distanz keine Mühe hatte, zum 1:0 einzunicken. Die Gäste wirkten geschockt.

Zehn Minuten nach dem Rückstand war die in den letzten Partien so sattelfeste Dreierkette nach einem langen Ball erneut nicht im Bilde. Wieder glänzte Wibbe, der den Ball zentimetergenau auf den Kopf von Marvin Lorch servierte, als Vorbereiter: 2:0 für die Gastgeber. Nehrbauer reagierte und machte aus der Dreier- eine Viererkette. Markus Wipperfürth sicherte auf der linken Seite ab. Weiter vorne dauerte es bis zur 36. Minute, ehe der BSC wieder zum Zuge kam. Den Schussversuch von Dario Schumacher stand allerdings ein Homberger Abwehrbein im Wege. Dass sich das Geschehen nach dem Seitenwechsel fast ausschließlich in der Homberger Hälfte abspielte, verwunderte niemanden.

Auf entscheidende Pässe oder gar Abschlüsse musste der BSC-Anhang allerdings länger warten. Der Freistoß von Schumacher (49.) über das Tor reichte nicht, den Blutdruck der kampfstarken Gastgeber in die Höhe zu treiben. Das schaffte Markus Wipperfürth, dessen Schuss der VfB-Keeper mit einer Glanztat um den Pfosten drehte (68.).

Beim Versuch von Lo Iacono klärte ein Abwehrspieler (73.). Den Freistoß von Schumacher fischte Gutkowski aus dem Winkel (74.). Mehr musste der Aufsteiger nicht über sich ergehen lassen, um dann den ersten, wie Nehrbauer fand, verdienten Heimsieg feiern zu können.

VfB Homberg: Gutkowski, Wolf, Berisha, Lorch (90. Serdar), Wibbe (90. Acar), Koenders, Kogel (71. Nowitzki), Kader (89. Schmitt), Walker, Kacinoglu, Urban.

Bonner SC: Benz, Omerbasic, Winke, Perrey, Fillinger (64. Löffelsend/ 81. Somuah), Schumacher, Wipperfürth, Mwarome, Schikowski, Makreckis (68. Schmidt), Lo Iacono.

Tore: 1:0 Kader (13.), 2:0 Lorch (23.). Zuschauer: 500. Schiedsrichter: Christian Scheper (Emstek).

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