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Fußball-Regionalliga: Bonner SC verliert 1:3 gegen Rot-Weiss Essen

Fußball-Regionalliga : Bonner SC verliert 1:3 gegen Rot-Weiss Essen

Während in der Fußball-Regionalliga West Rot-Weiss Essen weiter vom Aufstieg in die 3. Liga träumen darf, muss sich der Bonner SC nach der 1:3 (0:1)-Niederlage gegen den deutschen Fußballmeister von 1955 auf einen nervenaufreibenden Abstiegskampf einstellen.

Vor 1.295 Zuschauern im Sportpark Nord besiegelten Noel Futkeu (23.), Alexander Hahn (66.) und Daniel Heber (79.) die dritte Niederlage des BSC in der englischen Woche, die mit dem 0:1 in Bergisch Gladbach begonnen hatte und sich am Mittwoch mit dem 0:2 gegen Lippstadt fortsetzte. Daniel Somuah hatte in der 51. Minute zum zwischenzeitlichen 1:1 getroffen.

Zwar ist der BSC in der Tabelle noch über dem Strich zu finden. Wuppertal, Haltern und Lippstadt haben allerdings noch Nachholspiele in der Hinterhand. „Wir haben heute ein ordentliches Spiel erneut durch eigene Fehler verloren“, meinte BSC-Cheftrainer Thorsten Nehrbauer. „Trotzdem will ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen.“

Wie schon vor der Partie gegen den SV Lippstadt entschied sich Nehrbauer auch vor dem Duell gegen die Essener für die Rotation XXL. Gleich sechs Änderungen nahm der 42-Jährige im Vergleich zum 0:2 am Mittwochabend vor. Schlussmann Robin Benz kehrte nach überstandener Ellenbogenverletzung wieder an seinen angestammten Arbeitsplatz zurück. Die rechte Seite beackerte Adis Omerbasic. Für Cedric Mvondo spielte Nico Perrey neben Kapitän Mario Weber in der Innenverteidigung des BSC. Von der Gelbsperre eines Cebrails Makreckis profitierte der zuletzt formschwache Dario Schumacher, der neben Kris Fillinger die Doppelsechs bildete. Marcel Kaiser, der nach seiner 5. Gelben Karte gegen Lippstadt zuschauen musste, gehörte ebenfalls wieder zur Startelf. Für Evangelos Skraparas stürmte Robin Schmidt. Nach zuletzt guten Auftritten als Spielgestalter im zentralen Mittelfeld musste Burak Gencal zunächst zurück auf die Bank.

Hinsichtlich des Systems entschied sich Nehrbauer diesmal für ein klassisches 4-4-2. Und die Viererkette der Gastgeber hatte bis zur 23. Minute wenig Probleme mit den Angriffsbemühungen der Gäste, die immer wieder auch aufgrund des tiefen und holprigen Bodens in der Bonner Viererkette hängen blieben. So profitierte schließlich auch RWE wie zuletzt schon Lippstadt und Fortuna Köln von einem kapitalen Schnitzer der Hausherrn. Nach einem steilen Zuspiel von Hamdi Dahmani hätte Mario Weber den Ball problemlos aus der Gefahrenzone befördern können. Aber BSC-Schlussmann Robin Benz gab seinem Kapitän unmissverständlich den Hinweis, das Leder passieren zu lassen. Weber tat, wie ihm geheißen. Aber statt zuzupacken, ließ Benz den Ball nach vorne in die Füße von RWE-Angreifer Noel Futkeu prallen, der nach kurzem Dribbling keine Mühe hatte, zum Essener 1:0 ins leere Tor zu treffen.

So lief der BSC, dessen Spiel eher auf Konter ausgelegt war, einmal mehr einem Rückstand hinterher. Zu nennenswerten Torgelegenheiten kamen die Hausherren in den ersten 45 Minuten allerdings nicht. So verlebte Jakob Golz, Sohn der HSV-Torhüterlegende Richard Golz, eine geruhsame erste Spielhälfte. Nehrbauer reagierte und brachte zur zweiten Hälfte Gencal für Hirsch. Tat sich aus dem Spiel bis dahin wenig, brachte eine Standardsituation die Gastgeber zurück ins Spiel. Dem 1:1, das Daniel Somuah in der 51. Minute spektakulär mit dem Hinterkopf erzielte, ging eine Ecke von Dario Schumacher voraus. Der BSC traute sich nun mehr zu. In der 58. Minute prüfte Somuah die Flugkünste von Golz. Der Torschütze zum 1:1 hatte aus gut und gerne 30 Metern abgezogen.

Kurze Zeit später jubelten wieder die Gäste. Nach einem Freistoß des eingewechselten Oguzhan Kefkir, fand der Ball nach einem Abwehrversuch von Schmidt den Weg vor die Füße von Alexander Hahn. Gegen dessen trockenen Schuss unter die Latte hatte Benz keine Abwehrchance (66.). „Das war heute der Nackenschlag“, meinte Nehrbauer, der sich in dieser Szene über Benz ärgerte. „Statt auf Perrey abzuwerfen, der den Ball dann verstolpert hat, sollte er lang nach vorne schlagen.“ Auf der anderen Seite zielte Omerbasic genau in die Arme von Golz (71.). Die endgültige Entscheidung zugunsten der Essener in der 79. Minute sah dem 1:2 verdächtig ähnlich. Wieder schlug Kefkir eine Freistoßflanke in Richtung des zweiten Pfostens. Diesmal verlängerte Daniel Heber aus kurzer Distanz per Kopf zum entscheidenden 3:1.

Bonner SC: Benz, Omerbasic, Hirsch (46. Gencal), Perrey, Weber, Wipperfürth, Fillinger, Schumacher, Kaiser, Somuah (84. Dünnwald), Schmidt (73. Skraparas). Rot-Weiss Essen: Golz, Kehl-Gomez, Grund (89. Neuwirt), Heber, Condé, Pronichev, Hahn, Dahmani (84. Platzek), Endres (76. Erwig-Drüppel), Hildebrandt, Futkeu (60. Kefkir). Tore: 0:1 Futkeu (23.), 1:1 Somuah (51.), 1:2 Hahn (66.), 1:3 Heber (79.). Zuschauer: 1.295. Schiedsrichter: Selim Erk (Herne).