Abstiegskampf unter Flutlicht: Bonner SC hofft auf gute Leistung gegen Viktoria Köln

Abstiegskampf unter Flutlicht : Bonner SC hofft auf gute Leistung gegen Viktoria Köln

Gegen Aufstiegskandidat Viktoria Köln braucht der BSC am Freitagabend eine außergewöhnliche Leistung. Kris Fillinger erlitt im Spiel in Rödinghausen einen Muskelfaserriss und fehlt den Bonnern.

Der Bonner SC hat verloren – 2:3 in Rödinghausen. Zum zwölften Mal ließen die Spieler des Fußball-Regionalligisten die Köpfe hängen. Zum zwölften Mal muss der Trainerstab um Chefcoach Daniel Zillken Aufbauarbeit betreiben. Noch zehnmal haben die Spieler des BSC die Gelegenheit, es besser zu machen.

In der Tabelle hielt sich der Schaden halbwegs in Grenzen. Die Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt patzte ebenfalls. Bis auf den FC Wegberg-Beeck, der zwar am vergangenen Samstag in Mönchengladbach einen Punkt ergatterte, dafür aber am Dienstag das Nachholspiel gegen Rot-Weiss Essen mit 0:3 verlor. Der Aufsteiger hat wie der BSC 22 Punkte auf dem Konto. Da auch die U23 des 1. FC Köln am Dienstag in Verl mit 0:4 unter die Räder kam, bleibt es beim Abstand von vier Punkten auf den rettenden 14. Platz. Und der FC hat bereits zwei Spiele mehr absolviert.

Der BSC hofft also und muss am Freitagabend (19.30 Uhr, Sportpark Nord) gegen eine der beiden Übermannschaften in der Liga antreten. Viktoria Köln ist zu Gast. Der Tabellenzweite will und muss an Spitzenreiter KFC Uerdingen dranbleiben, um sich endlich nach zahlreichen vergeblichen Anläufen den Traum vom Drittligaaufstieg zu erfüllen. „Auf dem Papier ist die Sache also eindeutig“, sagt Zillken. „Die Viktoria ist klarer Favorit. Aber wir werden unter Flutlicht einen harten Fight abliefern, an dessen Ende hoffentlich etwas Zählbares für uns herausspringt“, verspricht Zillken.

Die Niederlage in Rödinghausen ist analysiert und abgehakt. „Wieder einmal waren es Kleinigkeiten“, berichtet der BSC-Trainer. „Ansonsten befanden wir uns mit dem Gegner auf Augenhöhe.“ Um nun auch mit dem Tabellenzweiten mithalten zu können, braucht es laut Zillken allerdings eine außergewöhnliche Leistung. Das 0:0 gegen die U23 des 1. FC Köln taugt durchaus als Maßstab.

Personalprobleme bei Viktoria Köln sind bekannt

Zu den Beobachtern dieser Partie, die der BSC deutlich dominierte, ohne allerdings die zahlreichen Torchancen zu nutzen, gehörte auch Viktoria Kölns neuer Trainer Olaf Janßen. Der 51-Jährige war von Zweitligist FC St. Pauli in die Domstadt gewechselt. Janßen folgte auf Marco Antwerpen, der zum Missfallen von Viktoria-Mäzen Franz-Josef Wernze im Dezember zu Drittligist Preußen Münster gewechselt war und vor Kurzem Innenverteidiger Dominik Lanius nach Münster lockte. „Mein Kollege wird uns sicher nicht den Gefallen tun, uns zu unterschätzen“, meint Zillken.

Zumal der BSC-Trainer über die personellen Probleme bei den Kölnern weiß. So rechnet der 50-Jährige nicht mit dem Einsatz von Viktoria-Kapitän Mike Wunderlich, der an einem Muskelfaserriss laboriert. Auch Angreifer Tim Golley fehlte gegen den FC. Der ebenfalls angeschlagene Lukas Nottbeck holte sich Spielpraxis in Viktorias zweiter Mannschaft.

Aber auch Zillken plagen personelle Sorgen. Vor allem der Ausfall von Kris Fillinger schmerzt. Der kampfstarke Sechser musste in Rödinghausen bereits in der achten Minute runter. Erste Untersuchungen erhärteten den Verdacht auf einen Muskelfaserriss. „Am Freitag ist er garantiert nicht dabei“, meinte Zillken. Dafür kehrt Marcel Kaiser ins Team zurück, der am Samstag wegen seiner fünften Gelben Karte gefehlt hatte. Auch Adis Omerbasic trainierte nach seinem Ausfall gegen Rödinghausen wieder mit der Mannschaft.