Fußball-Regionalliga: Bonner SC empfängt den Wuppertaler SV

Fußball-Regionalliga : Bonner SC empfängt den Wuppertaler SV

An diesem Freitag ist mit dem Wuppertaler SV ein Hochkaräter zu Gast beim BSC. Der WSV ist seit sechs Spielen ungeschlagen. Nach seinem Tor in Mönchengladbach erhielt Angreifer Shunya Hashimoto Lob vom Trainer.

Spieler und Betreuer des Fußball-Regionalligisten Bonner SC freuen sich auf den Freitagabend. Verständlich. Denn nach dem 1:0-Erfolg des BSC am vergangenen Freitag bei der U23 von Borussia Mönchengladbach kommt mit dem Wuppertaler SV ein weiterer Hochkaräter (19.30 Uhr, Sportpark Nord).

Nach einem Stolperstart ist der WSV mittlerweile seit sechs Pflichtspielen ungeschlagen. Die Mannschaft von Trainer Adrian Alipour, der im September Christian Britscho als Chef an der Seitenlinie ablöste, kletterte mittlerweile bis auf Platz neun, gewann zuletzt mit 2:1 beim SV Rödinghausen. „Es ist inzwischen deutlich zu erkennen, wo wir hinwollen. Dynamik, Wille, Sprints – natürlich braucht es etwas Geduld, bis Adrians Philosophie, hinter der ich komplett stehe, fruchtet. Wir werden auch noch die Winterpause benötigen, um das zu perfektionieren“, sagte WSV-Vorstandsmitglied Manuel Bölstler der „Wuppertaler Rundschau“.

Auch BSC-Cheftrainer Daniel Zillken ist beeindruckt. „Ein Spitzenteam, das zu Saisonbeginn sehr viel hat liegen lassen und das jetzt das Feld von hinten aufrollen wird“, sagt der 51-Jährige. Beim Blick auf den Wuppertaler SV gerät Zillken ins Schwärmen. Erfahrung und Gardemaß sind nur einige der Merkmale, die der BSC-Coach herausstellt und die es mit den passenden Mitteln zu bespielen gilt. Wuppertals Torjäger Christopher Kramer ziert mit zehn Treffern die Spitze der Torjägerliste in der Regionalliga West. Jonas Erwig-Drüppel ist für den BSC-Trainer der schnellste Spieler der gesamten Liga. „Was wir tunlichst vermeiden sollten, sind Standards“, sagt Zillken.

Manschaft ist nach viertem Saisonsieg gut drauf

Im Rheydter Grenzlandstadion stellte der BSC in der Vorwoche die favorisierten Jungfohlen vor einige Rätsel. Gegen das aggressive Verteidigen und schnelle Umschaltspiel fand die Mönchengladbacher U23 kein Mittel. Unterm Strich stand ein Sieg, der gut für die Tabelle und das Selbstbewusstsein der BSC-Akteure war. „Die Jungs haben durch die Bank gut gespielt“, meinte Zillken. „Gegen Wuppertal müssen wir ebenfalls gut organisiert stehen und einen großen Kampf liefern. So wie gegen Mönchengladbach.“

Dass die Mannschaft nach dem vierten Saisonerfolg gut drauf ist, stellte das Betreuerteam beim Training fest. „Da war richtig Zug drin“, sagte Zillken. Durchaus möglich, dass der BSC-Trainer erstmals in dieser Saison die Startelf nicht verändert, zumal sich Rechtsverteidiger Sebastian Hirsch aufgrund muskulärer Probleme wohl noch ein wenig gedulden muss. „Bei ihm werden wir nach einem letzten Check kurzfristig entscheiden“, meint der BSC-Coach. Für Nils Rütten kommt die Partie gegen Wuppertal, zu der rund 400 WSV-Fans in Bonn erwartet werden, definitiv zu früh. Nächste Woche soll der Ex-Gladbacher wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

Bei Angreifer Shunya Hashimoto scheint derweil der Knoten geplatzt zu sein. „Nicht nur wegen seines sehr schönen und vor allem entscheidenden Treffers gegen Mönchengladbach“, sagt Zillken. Der Japaner, der erstmals in der Mannschaft der Woche des Internetportals „FuPa“ auftauchte, hat sich laut dem Bonner Coach gut bewegt und war folglich immer anspielbar. Auch David Bors hat bei Zillken wieder einen dicken Stein im Brett. „Sollten wir gegen Wuppertal wieder einen Elfmeter bekommen, darf er es noch mal versuchen“, sagt Zillken. Am vergangenen Freitag war der achtfache Torschütze in der zweiten Minute mit einem Strafstoß am Borussia-Schlussmann gescheitert.

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