Sportlich Stromsparen und mehr

Moderne Beleuchtungstechnik: der Signal-Iduna-Park in Dortmund.

Moderne Beleuchtungstechnik: der Signal-Iduna-Park in Dortmund.

FÖRDERUNG: Die Initiative „Klimaschutz im Sport“ des DOSB unterstützt Vereine bei klimafreundlicher Sportstättensanierung. Insgesamt flossen schon 8,2 Millionen Euro Fördergelder

Rund 38 000 Sportstätten befinden sich allein in Nordrhein-Westfalen, dazu zählen 24 Großsporthallen und elf moderne Fußballstadien, aber auch Fußballplätze für Kreisligisten und Hallenbäder für lokale Vereine. Veraltete Technik der Anlagen belastet nicht nur die Umwelt durch einen zu hohen Energieverbrauch, sondern auch die Vereinskasse. Vor allem bei Spielstätten, die in den 1950er und 1960er Jahren gebaut worden sind, lässt sich der Stromverbrauch inzwischen um bis zu 60 Prozent senken. Nach Berechnungen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) ließe sich so eine Million Tonnen CO2 jährlich einsparen.

Im Rahmen der Initiative „Klimaschutz im Sport“ des DOSB sollen Vereine und Sportstättenbetreiber bei der Sanierung ihrer Hallen und Anlagen unterstützt werden. Dafür bieten die Landesportbünde, darunter auch der Landessportbund NRW (LSB), einen Öko-Check an. Energieberater begutachten die Sportstätten und schlagen mögliche Umbauten vor: Das können beispielsweise energieeffiziente Flutlichtanlagen, der Einbau von klimafreundlicher Belüftungstechnik oder neue Abstellplätze für Fahrräder sein.

Fördergelder für solche Umbauten gibt es unter anderem vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative. So werden die Kosten für eine neue Flutlichtanlage zu 25 Prozent und der Austausch der Innenbeleuchtung in Hallen zu 30 Prozent übernommen. Zusätzlich können Vereine weitere Fördergelder vom Land sowie aus EU-Programmen in Anspruch nehmen.

Während bislang nur Halleneigentümer eine solche Förderung beantragen konnten, haben seit Januar nun auch Vereine die Chance auf einen finanziellen Zuschuss – selbst dann, wenn sie die Anlage nur gepachtet haben. Kleine Clubs können sich zudem mit anderen Vereinen bei der Bewerbung zusammentun, um die Anforderungen für die Mindestfördersumme zu erfüllen.

Zu Beginn des Projektes haben sich beim „Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz“ des Bundesumweltministeriums, das bei der Antragsstellung hilft, vor allem Tennis- und Reitvereine gemeldet, die ihre Hallen und Reitplätze klimagerecht umbauen wollten. Mittlerweile stammen die Antragssteller aus den verschiedensten Sportarten. Nach Auskunft der Beratungsstelle sind vor allem die Sanierung von Flutlichtanlagen und der Austausch von Halleninnenbeleuchtung sehr gefragt.

Laut DOSB erhielten bis April 2019 insgesamt 527 Vorhaben von Sportvereinen einen Zuschuss. Davon wurden 310 Flutlichtanlagen und Außenbeleuchtungen erneuert, 197 Hallen mit neuer Innebeleuchtung ausgestattet, acht klimafreundliche Lüftungsanlagen eingebaut sowie die Warmwasserversorgung verbessert und vereinzelt Schwimmbadpumpen ausgetauscht. Rund 8,2 Millionen Euro hat der Bund für diese Umbauten ausgegeben.

Die Bewerbungsfrist für die neuen Förderrunde beginnt ab 1. Juli. Weitere Informationen zum Förder- und Beratungsprogramm des DOSB und des Bundesumweltministeriums im Internet auf www.dosb.de