25 Jahre Lebenshilfehaus: Sommerfest zum Silberjubiläum

25 Jahre Lebenshilfehaus : Sommerfest zum Silberjubiläum

Das Lebenshilfehaus in Sinzig feierte mit zahlreichen Gästen bei strahlendem Sonnenschein die gelebte Inklusion. Zahlreiche Vertreter aus Stadt- und Kreispolitik sowie verschiedenen Sozialverbänden beglückwünschten die Einrichtung zu ihrem 25-jährigen Bestehen.

Petrus meinte es gut mit Bewohnern und Mitarbeitern des Lebenshilfehauses in Sinzig. Dem Sommerfest zum 25-jährigen Bestehen der Einrichtung an der Pestalozzistraße waren strahlender Sonnenschein und sommerliche Temperaturen beschieden. Zahlreiche Gäste fanden sich im Garten hinter dem Haus zu einem ausgelassenen Fest zusammen, das neben seinen Ansprachen auch zahlreiche kulturelle Akzente setzen konnte.

Eine lange Reihe an Ehrengästen hatte Einrichtungsleiter Joachim Grundhewer am Anfang des Festakts zu begrüßen. Besonders aus Stadt- und Kreispolitik, aber auch aus weiteren Sozialverbänden hatten es sich die Vertreter nicht nehmen lassen, der Einrichtung ihre Glückwünsche zu übermitteln und der dort geleisteten Arbeit ihren Respekt zu zollen. Horst Gies sprach in Vertretung des Landrates von der Einrichtung als einem Zeichen, "dass wir Inklusion im Kreis leben".

Er erinnerte daran, dass es ein kreiseigenes Grundstück gewesen sei, das der noch jungen Lebenshilfe 1992 für ihr Haus zur Verfügung gestellt wurde. Er versprach, "dass wir auch weiterhin alles Mögliche machen werden, um von Inklusion nicht nur zu reden". Ulrich van Bebber, Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe im Kreis, bezeichnete das Haus als "Nukleus der Lebenshilfe im Kreis Ahrweiler". Die Bewohner seien "in den Ort integriert", was für eine "gelebte Inklusion" spreche. Der neu geplante Anbau würde dieses Ziel noch weiter unterstützten. Von einem "ganz besonderen Fest" sprach Bürgermeister Andreas Geron. Er berichtete von zahlreichen alltäglichen Begegnungen, die er mit Bewohnern des Lebenshilfehauses habe. Diese "gehören für mich zu Sinzig" und seien "in Sinzig jederzeit gerne gesehen".

Gerd Jung, einer der Gründerväter der Einrichtung, blickte in seinem Grußwort auf die schwierigen Anfangszeiten der Lebenshilfe zurück. Kein Mitglied des jungen Vereins war im Kreis vernetzt und so war es Ende der 1980er Jahre eine Sisyphusarbeit, den 400 000-Mark-Eigenanteil zu akquirieren, der zur Grundsteinlegung benötigt wurden. Jung zitierte das mittlerweile verstorbene Gründungsmitglied Herbert Hennig mit den Worten: "An allem Anfang stand der Zweifel." Die Mitglieder konnten sich jedoch durchsetzen und nach Grundsteinlegung 1992 und Richtfest im folgenden Jahr, konnte im Juni 1994 der erste Bewohner einziehen.

Kurz nach Gründung des Hauses zogen auch die Schwestern Petra und Birgit Lahr ein, die für 25 Jahre Bewohnerschaft ein Präsent erhielten. Weiterhin wurden Silke Berthel für 15 Jahre und Irmgard Burg und Julia Worm für ihr Zehnjähriges geehrt. Nach sechs Jahren gibt Yvonne Schmitt ihre Gruppenleitung weiter an Pina Roguljic, bleibt der Einrichtung aber erhalten.

Nach Festakt und Ehrungen wurde der gemütliche Teil mit viel Musik gefüllt. Der Singkreis sang Volkslieder, "Batida de Samba" ließ die heiße Luft unter ihren Rhythmen erzittern und "Andalucia Pura" legte einen ebenso stolzen wie mitreißenden Flamenco aufs Parkett. Den Abschluss bildete das Rock-Duo "Pure Water", bevor in der Dämmerung wieder der Alltag in das Lebenshilfehaus einkehrte.