Kommunalweg bleibt gesperrt

So schreiten die Bauarbeiten in Wachtberg voran

Der Kommunalweg kurz vor Gimmersdorf ist gesperrt. Dort wird noch an der neuen Umgehungsstraße gebaut. Laut Kreis liegen die Arbeiten im Zeitplan.

Der Kommunalweg kurz vor Gimmersdorf ist gesperrt. Dort wird noch an der neuen Umgehungsstraße gebaut. Laut Kreis liegen die Arbeiten im Zeitplan.

WACHTBERG. Egal ob an der Dreifachturnhalle oder dem Hallenbad, an der Ortsumgehung Gimmersdorf oder vor dem Henseler Hof: In Wachtberg wird an vielen Stellen gearbeitet. Bei all der Betriebsamkeit gibt es aber einen Wermutstropfen. Denn bei fast allen Baumaßnahmen kommt es zu Verzögerungen.

Ortsumgehung Gimmersdorf: Die Arbeiten an der Umgehungsstraße K 14n in Gimmersdorf schreiten voran. Genauso sieht es an dem neuen Kreisel auf der K57/Kommunalweg. aus, der die beiden Kreisstraßen künftig miteinander verknüpft. „Wir liegen ohne Einschränkungen im Plan“, teilt Antonius Nolden von der Pressestelle des Rhein-Sieg-Kreises auf GA-Anfrage mit. Derzeit werde auf dem Abschnitt zwischen Kommunalweg und L123 (Dreikönigenstraße) gearbeitet, so Nolden. Spielt das Wetter mit – wird es also keinen starken Frost geben – kann dort in der nächsten Woche die Asphaltschicht aufgetragen werden, und zwar „die erste von drei Schichten“. Geplant ist, bis Donnerstag fertig zu sein. „Der letzte Arbeitstag ist der 20. Dezember, dann gehen alle Firmen in die Weihnachtspause“, so Nolden. Das gelte aber nicht nur für den Rhein-Sieg-Kreis, sondern für ganz Deutschland. Weiter geht es dann am 10. Januar. Vermutlich aber wird der Kommunalweg nicht wie geplant am 21. Dezember freigegeben. Die Sperrung zieht sich wohl bis ins neue Jahr hinein, heißt es von der Gemeinde.

Henseler Hof: Der Vorplatz des Henseler Hofs wird derzeit umgestaltet, im Oktober fiel der offizielle Startschuss für die Arbeiten. Doch bereits jetzt kommt es zu Verzögerungen, sagt Wachtbergs Beigeordneter Swen Christian. Die Lieferengpässe beim benötigten Verbundpflaster seien zwar mittlerweile behoben, dennoch werde der erste Bauabschnitt nicht wie geplant Ende des Jahres fertig. Viel mehr könne er dazu nicht sagen, „da erst die Ortsvertretung informiert werden soll“. Nur soviel: „Im Januar gibt es einen neuen Bauzeitplan, dem man dann näheres entnehmen kann.“ Im ersten Abschnitt wird die Fläche zwischen Straße und Henseler Hof abgebrochen, ausgekoffert und bis zur Schottertragschicht wiederhergestellt. Danach ist der Anfangsbereich der Konrad-Adenauer-Straße von der Einmündung zur L 123 bis hinter den Einfahrtsbereich des Wohn- und Geschäftshauses an der Reihe. Im dritten bis fünften Abschnitt wird bis zur Einmündung der Rolandstraße, dann bis zum Heideweg und zuletzt an der Strecke nördlich bis zum Weingarten gearbeitet. Zum Schluss erfolgt der Feinschliff vor dem Henseler Hof.

Dreifachturnhalle Berkum: Die Dreifachturnhalle in Berkum ist so gut wie fertig. Der Startschuss für das Projekt fiel mit dem Beginn der Sommerferien, am 27. Dezember steht nun die TÜV-Abnahme des Baus an, der komplett energetisch saniert worden ist, so Christian. Auch hier war es zu Verzögerungen gekommen: Ursprünglich sollte die Halle, die den Namen Fred-Münch-Sporthalle trägt, bereits Ende Oktober wieder zur Verfügung stehen. Doch daraus wurde nichts. Mehrere Dutzend Unternehmer seien an der Sanierung beteiligt, so der Beigeordnete. Das Problem: „Wenn der eine nicht liefert, kann der andere nicht weitermachen.“ Im Ernstfall einfach eine Ersatzfirma zu beauftragen, sei nicht einfach so möglich. Denn die „Auftragsbücher der Unternehmen sind dicht“. Dennoch liege man „sehr gut in den Kosten“, so Architekt Kay Künzel. Insgesamt schlägt die Sanierung mit 2,8 Millionen Euro zu Buche.

Wachtberger Hallenbad: Um das Hallenbad zu erneuern, hat die Gemeinde sich beim Programm Sportstättenförderung des Bundes beworben. Eigentlich sollte bereits jetzt klar sein, welche Projekte mit Fördergeldern rechnen dürfen, erklärt Christian. Doch daraus wurde nichts. Die Entscheidung wurde aufs nächste Jahr verschoben. So kommt es auch bei dieser Maßnahme zu leichten Verzögerungen. Dabei hat die Gemeinde im Hallenbad allerhand vor. So werden unter anderem die Becken erneuert, genau wie die Umkleiden und die Außenanlagen, beschreibt Künzel. Außerdem müsse an der Halle selbst gearbeitet werden, dort „ist der Estrich durch“, so der Architekt. Bislang hat sich einiges getan: Die Lüftungsanlage wurde ausgetauscht, Heizzentrale und Technik wurden optimiert, so Künzel. 2019 soll die Maßnahme dann „weitestgehend im Betrieb fortgeführt werden“. Das soll durch ein „ganzheitliches Konzept“ erreicht werden. Sprich: Arbeiten sollen parallel erfolgen. „Wenn im Januar 2020 die Becken ohnehin turnusmäßig geleert werden, können wir sie in einem Zug fliesen“, erklärt Künzel. Im Januar ist aber erst einmal der Eingang an der Reihe, die Außenanlagen sollen laut Künzel zur nächsten Pflanzperiode erneuert werden.