Verzögerung der Bauarbeiten

Brücke in Wachtberg wird erst im Oktober fertig

Die Brückenarbeiten am Grünen Weg haben schon verspätet angefangen.

Die Brückenarbeiten am Grünen Weg haben schon verspätet angefangen.

WACHTBERG-PECH. Verzögerungen bei den Vorarbeiten am Grünen Weg bringen den Zeitplan durcheinander. Die Ortsvertreter sieht die Schuld auch bei der Baufirma.

Jetzt ist es so gekommen, wie bereits mancher Kritiker des Projektes prophezeit hatte: Der Zeitplan für den Brückenneubau am Grünen Weg in Pech ist nicht mehr zu halten. Vielmehr geht die Verwaltung laut einer Pressemitteilung jetzt von einer Fertigstellung im Oktober aus. „Unvorhersehbare Verzögerungen im Rahmen der erforderlichen Vorarbeiten führen leider dazu, dass die Arbeiten am Brückenneubau Grüner Weg in Pech länger dauern werden als geplant“, heißt es dazu weiter.

Brücke sollte ursprünglich im Mai fertig sein

Ursprünglich hatte man vonseiten der Verwaltung geplant, die Brücke bis Mai fertig zu stellen. Davon war allerdings Fachbereichleiter Christian Pohl bereits anlässlich eines Baustellentermins Anfang des Jahres abgerückt. Unter anderem mit Hinweis auf die ungünstige, eisige Witterung stellte Pohl klar, dass die Arbeiten keinesfalls im Mai abgeschlossen sein würden.

Dass es jetzt voraussichtlich Oktober wird, hat denn laut der Pressemitteilung der Gemeinde auch damit zu tun, „dass die eigentlichen Brückenbauarbeiten nicht wie vorgesehen schon im November starten konnten, sondern erst im Februar dieses Jahres“.

Entscheidend hierfür seien notwendige technische Abstimmungen bezüglich der erforderlichen Bachumleitung sowie der Sicherung der baulichen Anlagen der Privateigentümer im direkten Umfeld der Baustelle gewesen, die „erst vor Ort erkennbar“ gewesen seien. Neben witterungsbedingten Unterbrechungen kam erschwerend hinzu, so die Gemeinde weiter, „dass teilweise nichttragende Bodenverhältnisse zu weiteren unvorhersehbaren Verzögerungen geführt haben“.

Kosten bleiben im kalkulierten Rahmen

Vor dem Hintergrund dieser Umstände habe man mit der ausführenden Firma den Bauzeitplan aktualisiert. Dabei stellt sich jedoch zwangsläufig die Frage, wie belastbar dieser neue Zeitplan ist. Dazu sagt die Gemeinde: „Mit den Gründungs- und Sicherungsarbeiten sowie den Arbeiten zur provisorischen Verlegung des Bachlaufes sind die Arbeiten mit den größten zeitlichen Unwägbarkeiten jetzt abgeschlossen.“ Im Gegensatz zum Zeitplan bleibt laut Gemeinde die Kostenkalkulation stabil: Im Rathaus geht man weiterhin von den ursprünglich veranschlagten 950.000 Euro aus, wie Verwaltungssprecherin Margrit Märtens auf Anfrage bestätigte.

Ortsvertreter Jürgen Kleikamp, der immer wieder die Zeitplanungen der Brückenneubauten Pecher Hauptstraße und Grüner Weg hinterfragt hatte, rät angesichts der jetzigen Erfahrungen zu einem kritischeren Vorgehen bei der Auftragsvergabe überzugehen: „Es wird Zeit, dass Verwaltung und vielleicht auch die Politiker mit dem entsprechenden Sachwissen in Zukunft intensiver darauf schauen, an wen öffentliche Aufträge vergeben werden.“

Planungsfehler müssen Konsequenzen haben

Mögliche Planungsfehler auf der einen Seite und ein extrem lässiger Umgang mit Fertigstellungszusagen müssten zukünftig Konsequenzen haben. Ausdrücklich verteidigt Kleikamp den Wachtberger Beigeordneten Swen Christian, der den Firmen immer wieder auf den Füßen gestanden habe: „Die sind aber offensichtlich derart schmerzfrei, dass selbst die nun nächste Verzögerung nicht verhindert werden konnte“, sagte Kleikamp

Mit der erneuten Verzögerung leben kann dagegen eine unmittelbare Anliegerin der Baustelle am Grünen Weg: „Wir kommen damit ja jetzt schon drei Jahre klar.“ Außerdem lobte sie die Gemeinde, „die wirklich viel tut, um die Anlieger zu informieren.“ Die Frau kann der Verzögerung auch noch eine positive Seite abgewinnen: „Solange hier der Grüne Weg gesperrt bleibt, ist der Verkehr wesentlich geringer.“