Rheinbacher Glaspavillon

Künstler aus verschiedenen Kulturen zeigen eine Gemeinschaftsschau

Internationale Vielfalt spiegelt die Ausstellung des "Artimisia Studio Ars Porta International" im Glaspavillon.

RHEINBACH. Ihre Werke sind sehr unterschiedlich, und doch eint sie ein Thema: Kunst und Integration. Der erste Teil einer Doppelausstellung zum Thema "Art & Integration" des italienischen "Artimisia Studio Ars Porta International" ist seit Sonntag im Rheinbacher Glaspavillon zu sehen.

Künstler aus verschiedenen Ländern, Kulturen und Religionen wollen zeigen, dass Kunst nichts mit Ausgrenzung zu tun hat, sondern im Gegenteil als "friedliche Integration und innerliche Bereicherung verstanden werden soll", wie der Vorsitzende der Gruppe, Bruno Wioska schreibt. Die Wanderausstellung wurde zuvor im Palazzo Palagio in Pescia, dann im Palazzo Comunale in Buggiano gezeigt.

Margarita Blonska beispielsweise stellt ein Bild mit einer Ansammlung kaputter italienischer Espressokannen und einer zerknüllten Zeitung im Halbrelief in türkis-blauem Kunstlicht aus. Wioska selbst bewegt sich als Maler an der Grenze zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Bei ihm reckt sich ein zärtlich verschlungenes Liebespaar aus dem Nebel.

Unverkennbar politische Spuren enthalten die Bilder der Iranerin Sara Arianpur. Die Physiognomien ihrer in dunklen Farben gemalten Figuren wirken verschleiert und anonymisiert. Schwerer Druck scheint auf den Szenen zu lasten. Es sei gefährlich gewesen, Arianpurs Werke auf verbotenen Wegen aus dem Iran herauszubekommen, sagte Wioska.

Vom anderen Ende der (politischen) Welt kommt der israelische Maler Ashkenasi, dessen preisgekrönte Arbeiten den Titel "Spring is here" tragen und in hellen Farben morgenländische Landschaften zeigen. Preisgekrönt auch die Werke von He Si'En aus China, der im türkischen Izmir für sein "Eingepacktes Licht" ausgezeichnet wurde.

Jeder Künstler verstehe unter Integration etwas anderes, sagte Wioska mit Blick auf Werke von Margot Bakenda. Sie bezieht Integration auf die Stadt und das Leben zwischen deren Mauern. Rheinbachs Vizebürgermeister Klaus Wehage erinnerte daran, dass es Ars Porta seit acht Jahren gibt und dass die Gruppe "uns treu geblieben ist". Auch er wies auf den verbindenden Charakter der Kunst über staatliche und religiöse Grenzen hinweg hin.