Quarzabbau in Swisttal

Erweiterung der Kiesgrube vor Gericht

Vor dem Kölner Verwaltungsgericht findet die mündliche Verhandlung statt.

Vor dem Kölner Verwaltungsgericht findet die mündliche Verhandlung statt.

Swisttal/Rheinbach. In einer mündlichen Verhandlung am Dienstag in Köln geht es um die sogenannte Norderweiterung der Kiesgrube Flerzheim. Die Kieswerke Rheinbach wehren sich gegen die Ablehnung der Bezirksregierung Arnsberg.

Vor dem Verwaltungsgericht in Köln findet am Dienstag, 19. Juli, die mündliche Gerichtsverhandlung im Verfahren um die sogenannte Norderweiterung der Kiesgrube Flerzheim statt. In dem seit Ende 2013 anhängigen Klageverfahren wenden sich die Kieswerke Rheinbach gegen die Ablehnung der Bezirksregierung Arnsberg als der zuständigen Bergbehörde, einen Rahmenbetriebsplan für die Erweiterung des Quarzkiestagebaus Flerzheim um weitere 23 Hektar zuzulassen.

Dieser Tagebau würde bis auf etwa 400 Meter an den Ortsrand von Buschhoven heranrücken und nach Meinung vieler Anwohner das dortige Naherholungsgebiet zerstören. Die Erweiterungspläne widersprächen sowohl dem Regionalplan für den Regierungsbezirk Köln als auch dem Flächennutzungsplan der Gemeinde Swisttal, sagen diese. Seit dem Jahre 2003 hat der Betreiber der Kiesgrube bereits mehrere Vorstöße zur Erweiterung seines Tagebaufelds in Richtung Buschhoven unternommen.

Wie Monika Goldammer, Pressesprecherin des Landschaftsschutzvereins Kottenforst (LSK) berichtet, hatte sich gegen diese und andere Kiesabbaupläne in der Region „eine starke Allianz“ aus Bürgern, den in ihrer Planungshoheit tangierten Gemeinden und den politischen Fraktionen im Regionalrat formiert, die vom LSK und vom Landschaftsschutzverein Vorgebirge unterstützt wird.

Die Verhandlung ist öffentlich und findet ab 9.30 Uhr im Sitzungssaal 160 des Verwaltungsgerichts am Appellhofplatz in Köln statt.