Bürger stellt Antrag auf Umbenennung

Bornheim soll einen Namenszusatz erhalten

Sollte die Politik dem Bürgerantrag zustimmen, müssten die Bornheimer Ortsschilder um den Zusatz "am Rhein" erweitert werden.

Sollte die Politik dem Bürgerantrag zustimmen, müssten die Bornheimer Ortsschilder um den Zusatz "am Rhein" erweitert werden.

Bornheim. Jetzt ist die Kommunalpolitik am Zug: Ein Bürger beantragt die Umbenennung der Stadt Bornheim und verspricht sich davon einen positiven Marketingeffekt.

Bornheim, da sind sich die Einwohner der Vorgebirgsstadt sicher einig, ist einzigartig. So ganz stimmt das aber nicht. Bereits eine kurze und oberflächige Recherche im Internet listet mehrere Orte dieses Namens auf: als Orts- beziehungsweise Stadtteile von Burscheid, Moers und Frankfurt. Dazu gibt es Gemeinden mit Namen Bornheim in den Landkreisen Südliche Weinstraße und Alzey-Worms – und eben die Stadt im Rheinland.

Der mitunter dafür verwendete Zusatz "Rheinland" sei allerdings sehr sperrig, findet der Verfasser eines Bürgerantrags (siehe Kasten). Und da Bornheim seit der Eingemeindung der Rheinorte vor 50 Jahren am Rhein liege, solle die Stadt den Verweis auf den Fluss offiziell im Namen tragen. Kurzum: Der namentlich nicht bekannte, weil von der Stadtverwaltung anonymisierte Antragsteller möchte Bornheim in "Bornheim am Rhein" umbenennen.

Diskussion im Ausschuss für Bürgerangelegenheiten

In der nächsten Sitzung des Ausschusses für Bürgerangelegenheiten (Dienstag, 10. September, 18 Uhr, Ratssaal) wird sich die Kommunalpolitik mit dem Bürgerantrag beschäftigen. Letzte Instanz in der Sache wird der Stadtrat am Donnerstag, 26. September (18 Uhr, Ratssaal) sein. In den Sitzungsunterlagen für den Bürgerausschuss gibt die Stadtverwaltung indes keine Präferenz für oder gegen den Antrag an. So hat die Verwaltung zwei Beschlussvorschläge für die Ausschussmitglieder – als Empfehlung an den Stadtrat – formuliert: die Umbenennung zu befürworten und deren Kosten ermitteln zu lassen oder sie abzulehnen.

Die Stadt greift in ihren Ausführungen die Argumentation des Antragstellers auf, dass der Zusatz „am Rhein“ einen positiven Marketingeffekt haben könnte. "Die Stadt Bornheim ist durch ihre Lage am Rhein sehr attraktiv", schreibt die Verwaltung. Allerdings ebenso: "Aber auch die Lage der zehn Orte am Vorgebirgshang ist für Bornheim prägend."

Selbstredend wäre eine Umbenennung mit Kosten verbunden. Ortsschilder müssten ebenso geändert werden wie Briefköpfe, Logos und anderes mehr. Was das Bornheim kosten würde, ist noch nicht klar. Die Stadtverwaltung führt dazu das Beispiel Emmerich an. Seit 2001 heißt die Stadt Emmerich am Rhein. Die dafür notwendigen Änderungen haben nach Angaben der Bornheimer Stadtverwaltung umgerechnet rund 17.000 Euro gekostet.