Politischer Neujahrsempfang

Grüne in Alfter bekennen sich zu Europa

An der Treppe zum Alfterer Ratssaal: (v.l.) Wilhelm Windhuis, Felix Banaszak, Christian Schäfer, Ursula Schäfer und Hans Eggers.

An der Treppe zum Alfterer Ratssaal: (v.l.) Wilhelm Windhuis, Felix Banaszak, Christian Schäfer, Ursula Schäfer und Hans Eggers.

Alfter. Die Grünen hatten zum Neujahrsempfang ins Alfterer Rathaus eingeladen. Der diesjährige Umweltpreis der Partei ging an Ursula und Christian Schäfer - für ein Projekt zum Pflanzen- und Tierschutz.

In passendes Licht war der Alfterer Ratssaal getaucht, als Vorstandssprecher Hans Eggers und Fraktionsvorsitzender Wilhelm Windhuis die Gäste des Neujahrsempfangs der Alfterer Grünen begrüßten. Gekommen waren neben Bürgern und Vertretern der anderen Ratsfraktionen auch auswärtige Grünen-Politiker, darunter der Kreisvorsitzende Martin Metz, Vize-Landrätin Michaela Balansky sowie der Landesvorsitzende Felix Banaszak.

In seiner Rede legte Windhuis den Fokus auf die Kommunalpolitik. 2018 seien wegweisende Entscheidungen getroffen worden, die 2019 abgeschlossen werden sollten, sagte er. So sprach er von der Notwendigkeit, weiteren Wohnraum zu schaffen. Zwar sei die enorme Flächenversiegelung nur schwer mit urgrünen Werten zu vereinbaren, man wolle in Alfter aber einen Beitrag gegen die Wohnungsknappheit leisten, so Windhuis. Es sei wichtig, dass es einen hohen Anteil an gefördertem, also bezahlbaren, Wohnraum gebe.

Bündnis gegen Populisten

Durch eine kompakte Bauweise sowie Nachverdichtung und Geschosserhöhung solle die Flächenversiegelung möglichst gering bleiben. Mit dem Bau weiterer Wohnungen muss laut Windhuis die Schaffung weiterer Kita-, Schul- und OGS-Plätze einhergehen. „Die größte Herausforderung ist, dass es uns endlich gelingen möge, die Gesamtschule zu gründen“, sagte er weiter. Zur anstehenden Europawahl gelte es, das geeinte Europa zu stärken und gemeinsam gegen rechtsnationale Bestrebungen zu kämpfen, so Windhuis weiter.

Ähnlich argumentierte Banaszak in seiner Rede. Um Nationalisten und Populisten zu stoppen, müsse über parteipolitische Grenzen hinweg agiert werden, sagte er. „Die Grünen sagen Ja zu Europa“, so Banaszak. Die EU müsse demokratischer, transparenter und ökologischer werden.

Station bei der Radtour „Alfter bewegt“

Für ihr Engagement zum Erhalt und Ausbau von Streuobstwiesen erhielten Ursula und Christian Schäfer den diesjährigen, mit 300 Euro dotierten Umweltpreis der Alfterer Grünen. Auf mehreren Flächen in Alfter-Ort kümmert sich das Ehepaar um den Schutz von Pflanzen und Tieren.

In der Region verschwänden Streuobstwiesen mehr und mehr, sagte Ursula Schäfer. Das führe zum Verlust alter Obstsorten sowie von Lebensräumen für Tiere, besonders Insekten. Das aktuelle Projekt des Ehepaars betrifft eine Wiese nahe der Judas-Thaddäus-Kapelle bei Birrekoven. Dort soll auch ein Lehrpfad entstehen. Auch wird die Wiese eine Station bei der Radtour „Alfter bewegt“ am 1. Mai sein.