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50. Geburtstag von Wachtberg: Züllighoven feiert drei Tage lang mit großer Kirmes

50. Geburtstag von Wachtberg : Züllighoven feiert drei Tage lang mit großer Kirmes

Zum Gemeindejubiläum organisiert der Ort vom 16. bis 18. August eine große Kirmes. Für Kölsche Musik sorgt die BAP-Tribute-Band "MAM".

Ein schöner Garten, ein kühles Bier und Leute mit Tatendrang. So lässt sich die Situation beschreiben, die in Züllighoven zu einer großen Idee führte. Nämlich der zum 50. Geburtstag der Gemeinde Wachtberg gewissermaßen eine Spezialausgabe der Pius-Kirmes zu organisieren. Wer eineinhalb Jahre später auf das zehnköpfige Orga-Team trifft, sieht: Sie haben ihr Ziel so gut wie erreicht.

So ist es eigentlich nur das Wetter, das Mark Hochgürtel die Veranstaltung vom 16. bis 18. August noch vermasseln könnte. Gemeinsam mit Alexander Merzbach hat er sein Anliegen vor einem Jahr dem Vorstand des Ortsvereins Züllighoven vorgetragen. „Und der war sofort begeistert und froh, etwas zusammen machen zu können“, erzählt Geschäftsführer Siegfried Vogel. Denn kurz zuvor hatte es die Bitte der Bürgermeisterin an alle Wachtberger Vereine gegeben, den 50. Jahrestag der kommunalen Neuordnung mitzugestalten.

Das tun die Züllighovener zwar auch und präsentieren sich beim großen Bürgerfest an diesem Samstag auf dem Pausenhof der Berkumer Grundschule. „Aber die letzte große Kirmes habe ich 1981 mit vier Jahren erlebt und schon lange gab es den Wunsch, so etwas noch mal auf die Beine zu stellen“, sagt Hochgürtel beim Pressegespräch. Relativ schnell standen für Merzbach und ihn drei Dinge fest: Termin, Ort und Gruppe.

Um mit Letzterem anzufangen, auch hier denkt das kleine Dorf groß. „Ich wollte was Kölsches und da Alexander den Gitarristen von MAM kennt, waren sie schnell mit im Boot“, so Hochgürtel. Die BAP-Tribute-Band tritt samstags um 21 Uhr auf, als Vorgruppe kommt um 17 Uhr die Cover-Band Karobuben. „Beide spielen jeweils drei Stunden“, kündigt Hochgürtel an. Der Eintritt kostet 15,50 Euro.

1000 Leute passen ins Festzelt

Das „Wo“ ist neben dem „Wer“ ebenfalls eine Besonderheit in dem 270-Seelen-Ort. Gefeiert wird an allen Tagen im Festzelt auf Feldern hinter dem Ortseingang. „1000 Leute passen hinein, mit 800 rechnen wir am Samstagabend“, sagt Vogel. Aber auch freitags dürfte es voll werden, wenn die Züllighovener ab 19 Uhr zur After-Work-Party mit DJ Nycco bitten. Neun Euro müssen Gäste zahlen. Neben anderem gibt es freitags bis sonntags eine Wein- und eine Cocktailtheke sowie Flammkuchen. Am Samstagmittag schlägt dann Hochgürtels große Stunde bei der Moderation des Menschenkicker-Turniers. „Wir haben sogar Pokale für die Sieger“, betont der Züllighovener. Mannschaften à fünf Spielern können sich noch bei ihm melden unter hochguertel.mark@gmail.com.

Das ortseigene Tambourcorps Edelweiß spielt, bevor Bürgermeisterin Renate Offergeld gegen 16 Uhr den Fassanstich vornimmt und damit den Abend eröffnet. Der kann lang werden. „Wir haben bis 3 Uhr eine Genehmigung der Gemeinde“, sagt Vogel. Bedeutet eine kurze Nacht, zumal es sonntags um 10 Uhr mit einer Messe im Festzelt weitergeht. Daran schließt sich ein Frühschoppen an, den Eifel-Troubadour Günter Hochgürtel mitgestaltet. Der übrigens mit der Züllighovener Sippe nichts zu tun hat. Danach können alte Traktoren bestaunt werden.

Von Freitag bis Sonntag gibt es auch noch das „normale“ Kirmesprogramm mit Schiffschaukel, Hüpfburg, Buden, Ponyreiten und vielem mehr. Zudem eine Tombola, die – wie das ganze Fest – von Sponsoren unterstützt wird. „Wir haben wirklich eine beachtliche Zahl von Unterstützern“, ist Vogel erfreut. Alle Einnahmen aus der Tombola sollen an den Wachtberger Verein „MOVE – Jugend bewegt“ gehen. Das Orga-Team betont die gute Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung. „Wir haben viel Hilfe erhalten“, so Paul Lägel. Aber auch das Team geht professionell mit zehn Bannern, über 300 Plakaten und 5000 Flyern vor, gestaltet ohne Honorar von Katja Straßburger.

Die Ursprungsidee ist also ausgereift, nur auf ihr Bier von einst wollen die Verantwortlichen am Festwochenende weitgehend verzichten.