Großbaustelle in Werthhoven: Wachtberg wappnet sich mit Bauwerk gegen Fluten

Großbaustelle in Werthhoven : Wachtberg wappnet sich mit Bauwerk gegen Fluten

Eine imposante Perspektive bietet die Großbaustelle in Werthhoven, an der die Gemeinde eine aufwendige Unwetterschutzmaßnahme durchführen lässt. Jenseits der Fraunhoferstraße ist das mächtige Auslassbauwerk fertig.

Im Falle eines erneuten Starkregens sollen die Wassermassen durch einen neuen Kanal, der ebenfalls gerade in der Straße Zum Rheintal verlegt wird, aus dem Auslassbauwerk in dem Mehlemer Bach geführt werden.

Auch jede Menge massiver Steine wurden verbaut, „die die Energie aus den Starkregenfluten nehmen sollen“, erklärt Volker Strehl, Vorstand der Gemeindewerke. Um genau zu sein, wurden 700 Tonnen Basaltsteine angeliefert, erklärt Jürgen Schneider, Polier auf der Baustelle. Zum Fortgang der Arbeiten sagt Strehl: „Wir liegen voll im Plan.“ Auch bei den Kosten bewege man sich in dem kalkulierten Rahmen von rund 2,5 Millionen Euro. Die Bauarbeiten seien voraussichtlich bis März nächsten Jahres beendet.

Bis zum Frühjahr wird dann auch der neue Kanal, der einen Durchmesser von bis zu 1,20 Metern hat, unter der Straße Zum Rheintal fertig sein. Aufgabe des Kanals ist es nämlich vorrangig, die Wassermassen, die bei Starkregenereignissen bislang regelmäßig talwärts in den Ort strömten, möglichst kontrolliert in Richtung der Kreisstraße zu lenken und jenseits der Straße in den Mehlemer Bach einzuleiten.

Fertigstellung im März 2019

Nachdem der Kanal mittels eines Vortriebsverfahrens bereits unter der Kreisstraße verlegt wurde, arbeitet die Tiefbaufirma nun in einem offenen Verfahren, das heißt die Straße wird geöffnet und der Kanal dann Stück für Stück verlegt. „Derzeit befinden wir uns bereits auf dem letzten Stück vor der Kreuzung Ahrtalstraße/Birresdorfer Straße/Im Tal/Zum Rheintal“, führt Strehl aus. Wenn die Kreuzung erreicht ist, soll der Kanal allerdings noch ein Stück weiter unter der Ahrtalstraße verlegt werden, so Strehl weiter: „Und zwar bis zur Einmündung der Straße Im Vogelsang“.

Wenn das erledigt ist, steht noch die Wiederherstellung der Straßendecke auf dem Programm. Zum Maßnahmenkatalog gehört ferner, dass die Straße Im Vogelsang und der Straße Zum Rheintal auf rund 60 Metern Länge bis zur Kreisstraße um bis zu 40 Zentimeter abgesenkt wird. So sollen Regenfluten ebenfalls kanalisiert in Richtung Kreisstraße fließen können.

Was bis März ebenfalls noch angepackt werden soll: Ein Grabensystem jenseits der Fraunhoferstraße, das aus Oedingen kommt, soll an das neue Kanalnetz angeschlossen werden. Dazu muss dann noch einmal ein Kanal unter der Kreisstraße verlegt werden: „Das geschieht dieses Mal aber in einem offenen Verfahren“, erklärt Volker Strehl von den Gemeindewerken. Dafür müsse jedoch die Fraunhoferstraße bei Beginn dieser Arbeiten halbseitig gesperrt werden.

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