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Streuobsthof Hochgürtel: Viele Besucher folgen dem ersten Tag der offenen Tür

Streuobsthof Hochgürtel : Viele Besucher folgen dem ersten Tag der offenen Tür

Mit frisch gepresstem Apfelsaft, Kaffee, Kuchen und Sonnenschein fand am Sonntag das erste Hoffest bei "Streuobstbau Hochgürtel" statt. Viele Besucher waren gekommen, um den Hof kennen zu lernen. "Unser Ziel ist es zu zeigen, was wir hier machen, und wie wir uns entwickelt haben", erklärte Inhaberin Dorothee Hochgürtel.

Seit 2001 betreibt sie gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Kindern den Hof, in Eigenleistung haben sie ihn nach und nach aufgebaut. Kinder und Erwachsene schauten sich die Tiere an, genossen die angebotenen Leckereien oder bummelten an den Ständen. "Wir sind sehr zufrieden mit dem Ansturm", sagte Dorothee Hochgürtel.

Auf dem Hof gab es viel zu sehen: Aus der Apfelpresse konnte man frisch gepressten Apfelsaft trinken, an verschiedenen Ständen wurden Oberkassler Wein, fair gehandelte Produkte und auch Obst und Gemüse aus regionalem Anbau angeboten. Vier Ziegenlämmchen grasten auf einer Wiese, umringt von vielen Kindern.

Zudem wurde auch ein Apfeltestessen veranstaltet. "Unser Testsieger war die Biesterfelder Renette, die kam am besten an", erzählte Dorothee Hochgürtel. Eine Gruppe brach im Anhänger zu einer Besichtigung des Apfelsortengartens auf und für 16 Uhr wurde Jazzmusik eingeplant.

Der Betrieb von Dorothee Hochgürtel hat sich auf alte Streuobstsorten wie zum Beispiel Goldparmäne, Boscoop oder Prinz Albrecht von Preußen spezialisiert. "Wir legen Wert auf die Erhaltung der genetischen Ressourcen und auf eine regionale Produktion", erzählte Hochgürtel. "Deshalb lassen wir unsere Äpfel auch in einer regionalen Mosterei zu Apfelsaft verarbeiten".

Bisher haben sie über 130 Apfelsorten angepflanzt erzählte sie. Neben den Apfelbäumen gibt es auch noch Pflaumen- und Birnenbäume auf dem Hof. Und auch Tiere besitzt die Familie: Ziegen und Heidschnucken. "Das Fleisch der Ziegen und Heidschnucken verkaufen wir im Herbst", erzählte Dorothee Hochgürtel.

Der Hofbetrieb arbeitet nach den Bioland-Richtlinien, wobei gentechnikfrei Behandlung und besonders naturnahes wirtschaften wichtig ist. Josefa Hadwinger ist mit ihrer Freundin aus Mehlem zu dem Fest gekommen. "Wir haben Champignons gegessen und den frischen Apfelsaft probiert. Wir wollten uns hier mal ein bisschen um gucken, und finden alle ganz toll.", sagt sie.

Info: Nach Absprache bietet der Hof individuelle Führungen an, und auch die eigene Produkte stehen zum Verkauf. Weitere Informationen zum Betrieb gibt es unter der Rufnummer 0228/343131 oder d.hochguertel@t-online.de.