Verdienstorden des Landes: Ute Heid und Hermann-Josef Roth werden geehrt

Verdienstorden des Landes : Ute Heid und Hermann-Josef Roth werden geehrt

Zwei eingagierte Bürger aus der Region haben jetzt aus den Händen der stellvertretenden Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann den Landesverdienstorden erhalten: Hermann-Josef Roth aus Bad Godesberg und Ute Heid aus Wachtberg.

Der Theologe und Naturwissenschaftler Hermann-Josef Roth habe neben seinem Beruf als Gymnasiallehrer einen großen Teil seines Lebens dem ehrenamtlichen Natur- und Denkmalschutz gewidmet und sei auf diesem Gebiet zu einer Kapazität geworden, begann Löhrmann ihre Laudatio auf den Wahl-Godesberger, der sich seit einigen Jahren um die Redaktion der jährlich erscheinenden "Godesberger Heimatblätter" kümmert.

Überdies hat Roth über 400 Bücher, Aufsätze, Rezensionen und Audiovisuelle Medien publiziert. Ehrenamtlich und wissenschaftlich hat er zur Natur- und Landschaftskunde, Architektur und Kunstgeschichte des Mittelalters, Kultur des Ordenswesens, Numismatik, Genealogie und Wirtschaftsgeschichte gearbeitet. Auch ist er Mitgründer des Bergischen Freilichtmuseums in Lindlar, der Biologischen Station und des Naturschutzzentrums Bergisches Land bei Overath.

Mit Wanderfreunden erarbeitet er Wanderungen entlang des Rheins, durch die Pfalz und das Bergische Land, bei denen er museale und naturkundliche Anziehungspunkte mit einbezieht. Darüber hinaus setzt er sich mit der Deutsch-Brasilianischen Gesellschaft für den Schutz des Patanal, einem einzigartigen Naturparadies in Brasilien, ein. Er bekleidet zahlreiche führende Positionen in wissenschaftlichen Gesellschaften, in Landschaftsschutzbehörden, in Naturschutz- und Denkmalschutzvereinen und in Heimatvereinen und ist Gründungs- und Kuratoriumsmitglied der Stiftung Naturschutzgeschichte auf Schloss Drachenburg.

Nach dem Bundesverdienstkreuz am Bande, das sie 2007 erhielt, wurde die Wachtbergerin Ute Heid nun ebenfalls mit dem Verdienstorden des Landes NRW geehrt. Sylvia Löhrmann betonte in ihrer Würdigung die jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit Heids. Diese war nicht nur 20 Jahre SPD-Ratsmitglied in Wachtberg, zuletzt als Fraktionsvorsitzende und Vorsitzende diverser Ausschüsse. Seit 1990 kümmert sie sich im "Ökumenischen Arbeitskreis Wachtberg" um die Betreuung von Aussiedlern und Asylanten, insbesondere für deren schulische und berufliche Integration.

Zu diesem politischen und sozialen Engagement kommt ihr sportliches Engagement. Seit über zehn Jahren als Zweite Vorsitzende des Baseballvereins "Bonn Capitals", für den sie sich seit zwei Jahrzehnten engagiert, gilt ihr Bestreben der Sicherung einer erfolgreichen Zukunft dieses Bundesligavereines.

Von ihren Wachtberger Parteifreunden wurde Heid für die Ehrung in Düsseldorf bereits kräftig beglückwünscht. Bürgermeisterin Renate Offergeld gratulierte ihr mit den Worten: "Ute Heid hat in Wachtberg viel bewegt. Wir sind ihr dafür sehr dankbar." Und SPD-Fraktionschef Bernd Becker sagte: "Wir hoffen, dass wir noch viele Jahre ihren Rat und ihre Erfahrung in Anspruch nehmen dürfen."

Mehr von GA BONN