Vandalismus: Unbekannte zerstören Rotes Kreuz im Adendorfer Wald

Vandalismus : Unbekannte zerstören Rotes Kreuz im Adendorfer Wald

Der hölzernen Jesusfigur an der Wegkreuzung an der Grenze zwischen Adendorf und Merl wurden beide Beine abgebrochen - mit offenbar roher Gewalt. Die Polizei ermittelt.

Ein trauriger Anblick bot sich den Polizeibeamten am Samstag im Adendorfer Wald. Die Jesusfigur am Roten Kreuz war Opfer einer rohen Sachbeschädigung geworden. Unbekannte hatten der Holzfigur am Kreuz beide Beine abgebrochen. Von den abgebrochenen Teilen fehlt jede Spur.

Wessel Freiherr von Loë, dessen Familie das Kreuz gehört, hatte Josef von Wirtz informiert, dass Vandalen die Figur geschändet hätten. Von Wirtz betreut das Kreuz seit Jahren – von der Bepflanzung über den Blumenschmuck bis zur Instandhaltung. Wenn Spaziergänger einen Schaden melden, sieht er an der Wegkreuzung an der Grenze zwischen Adendorf und Merl nach dem Rechten.

Gerade an diesem Tag habe er alte Akten sortiert, erzählt von Wirtz. Darin befanden sich auch die Dokumentationen zu früheren Beschädigungen am Roten Kreuz und an der „Mutter Gottes“, die unweit an einem Waldweg steht. Einmal hatte man die Figur von oben bis unten mit weißer Farbe begossen, berichtete von Wirtz. Auch die Blumen aus den bepflanzten Kübeln seien von Zerstörungswütigen schon mal herausgerissen worden, ein anders Mal sei gleich der ganze Kübel zerbrochen worden. Kurz nachdem der Betreuer des Kreuzes die Aktendeckel geschlossen hatte, kam der Anruf des Barons.

Polizei hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung

Vor Ort machte sich der Betreuer der Gebetsstätte ein Bild von dem Schaden und benachrichtigte die Polizei. Wann genau sich die Tat ereignet hat, ist bisher unbekannt. Die Polizei und von Wirtz hoffen auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Das Rote Kreuz wurde Ende des 19. Jahrhunderts von der Urgroßmutter von Georg Freiherrn von Loë an dieser Stelle aufgestellt. Der Name des Kreuzes rührt von der roten Einrahmung des Korpus her, die seinerzeit regional ungewöhnlich war. Die Farbkombination entsprang den Vorstellungen der Urgroßmutter, deren Wurzeln in Bayern lagen.

Nach einem massiven Schaden am Kreuz hatte die Familie 2004 die Erneuerung der Figur durch den Bildhauer Leo Schöpf in Auftrag gegeben. Seither ist dieser Platz für viele Menschen aus beiden Nachbarorten ein Platz der Besinnung und des Gebets.

Hinweise bitte zeitnah an die Polizei unter 0228/150 weitergeben.

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