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Turmfalke, Schneeleopard und Co.: Über diese Webcams lassen sich Wildtiere beobachten

Turmfalke, Schneeleopard und Co. : Über diese Webcams lassen sich Wildtiere beobachten

Turmfalke, Schneeleopard und Siebenschläfer: Sich diesen Tieren zu nähern und sie zu beobachten, ist in freier Wildbahn nicht einfach. Einige Organisationen haben Webcams installiert, die einen intimen Einblick in die Tierwelt ermöglichen. Eine Auswahl.

Viele Tierarten sind sehr scheu und leben oft im Verborgenen. Besonders gefährdete Tierarten zeigen sich den Menschen nur selten. Trotzdem gibt es die Möglichkeit, einen intimen Einblick in das Leben der Tiere zu erlangen und hautnah bei der Aufzucht ihrer Jungen dabei zu sein. An zahlreichen Orten in der Region und ganz Deutschland sind Webcams installiert und dokumentieren das Leben dieser Tiere.

Der Turmfalke

In unmittelbarer Nähe zu Bonn befindet sich eine Webcam, die das Leben von Turmfalken dokumentiert. Ein Nistkasten an der Lagerhalle eines Obstbauern dient den Turmfalken in Wachtberg  als Brutrevier. Seit zwei Jahren sind die Webcams dort aktiviert. Pünktlich zum Muttertag schlüpfte das erste Küken, drei andere folgten sogleich. Nur noch ein Ei kullert zwischen seinen Geschwistern herum. Auf der Webcam ist zu beobachten, wie die Mutter sich um ihre Küken kümmert.

Hier geht es zu der Turmfalken-Webcam

Schneeleopardenpärchen Luisa und Sagar

Schneeleoparden gehören zu den am stärksten bedrohten Großkatzen der Welt. Aufgrund ihres außergewöhnlichen Fells werden die Tiere verbotenerweise gejagt. Nach Angaben des Naturschutzbundes (NABU) leben nur noch wenige Tausend Gebirgskatzen in freier Wildbahn in Zentralasien. Im Neukircher Zoo im Saarland dokumentieren drei Webcams das Schneeleopardenpärchen Luisa und Sagar. Zwei Kameras sind dabei auf das Außengehege gerichtet, eine auf die Wurfbox. Der Zoo und der Naturschutzbund hoffen darauf, dass die Schneeleopardin Junge bekommt.

Nach Angabe des NABU helfen die Webcams dabei, das Verhalten der Schneeleoparden zu verstehen. Dieses Wissen könne dabei helfen, die frei lebenden Tiere besser zu schützen.

Hier geht es zu der Schneeleoparden-Webcam

Die Weißstörche Erna und Fiete

Frühlingsbote und Kindbringer: Damit verbinden viele Menschen Störche. Der Großvogel ist in Europa, Nordafrika und in Teilen Asiens weit verbreitet. Hamburg ist jedoch eine der wenigen Großstädte, in denen Weißstörche einen Lebensraum finden. 2017 wurden in Hamburg insgesamt 29 Storchenpaare gezählt. Das Weißstorchpärchen Fiete und Erna ist ebenfalls in Hamburg zuhause. Im Februar kehrte Weißstorch Fiete aus seinem afrikanischen Winterquartier nach Hamburg-Curslack zurück. Seine Partnerin Erna folgte einige Wochen später - Anfang April. Das Weißstorchpärchen konnte bereits kurz nach der Wiedervereinigung über die Webcam bei der Paarung beobachtet werden.

Zusätzlich zu der Webcam können auf einer Karte tagesaktuell die Flugbewegungen von sechs Störchen aus Hamburg verfolgt werden.

Hier geht es zu der Weißstorch-Webcam

Der Siebenschläfer

Noch schläft der Siebenschläfer tief und fest, doch nach sieben Monaten hat der Winterschlaf im Mai ein Ende. Seit fünf Jahren begleitet der Naturschutzbund Leverkusen die kleinen Tiere in Nistkästen. Das Projekt soll vor allem Kinder und Jugendliche die Bedeutung der Artenvielfalt in der Region näher bringen.

Von Juni bis Oktober sind die Webcams aktiv und dokumentieren das Leben der Siebenschläfer. Über 52.000 Mal wurde auf die Aufzeichnungen der Kameras zugegriffen.

Hier geht es zu der Siebenschläfer-Webcam

Wölfe, Bären und Wildkatzen

Im Wildpark Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern sind viele verschiedene Tierarten zuhause. Dort leben unter anderem Wölfe, Bären, Luchse und Wildkatzen. Der Wildpark hat die verschiedenen Gehege mit Webcams ausgestattet, so dass auch von der Couch aus die Wölfe beim Fressen oder die Bären Fred und Frode im See beobachtet werden können.

Hier geht es zu den Webcams des Wildparks

Kormorane

Eine ganze Kollonie Kormorane lebt im Wasservogelreservat in Wallnau in Schleswig-Holstein. Da die Insel unzugänglich ist, übertragt der Naturschutzbund seit zehn Jahren über vier Webcams die Bilder ins Internet.

Im vergangenen Jahr lebten 300 Kormoran-Paare auf der Insel. Doch nicht nur die Wasservögel haben sich in dem Reservat niedergelassen, auch Enten, Möwen und weiter kleine Vogelarten nutzen Wallnau als Rastplatz.

Hier geht es zu der Kormoran-Webcam