Tatort-Team aus Münster: Thiel und Boerne ermitteln in Wachtberg

Tatort-Team aus Münster : Thiel und Boerne ermitteln in Wachtberg

In Wachtberg finden aktuell Dreharbeiten für den neuen Münsteraner Tatort statt. Jan Josef Liefers und Axel Prahl als Ermittlerteam Thiel und Boerne sind natürlich auch mit vor Ort.

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass weite Teile des Münsteraner Tatorts gar nicht in Münster gedreht werden. So ist das Ermittlerteam schon häufiger zu Gast in Bonn gewesen, Thiel und Boerne sind seit Dienstag nun auch im Ländchen – genauer gesagt in Pech – auf Verbrecherjagd. Axel Prahl und Jan Josef Liefers stehen dort für den Tatort „Lakritz“ vor der Kamera.

Letzterer konnte sich am Morgen eine Variante eines beliebten Wortspiels auf Instagram nicht verkneifen: „Erst hattest du kein Glück, dann kam die Löschgruppe Pech dazu“, schrieb Liefers unter ein Foto vom Feuerwehrhaus im Ort. „Ja, zum Glück gibt es die Löschgruppe Pech“, kam prompt die Antwort der Wehr.

Im Film geht es um den Mord an dem Münsteraner Marktmeister Hannes Wagner – eine Institution in der Stadt. 40 Jahre lang hatte er den bekannten Wochenmarkt geleitet und diesen Tag gefeiert. Am nächsten Morgen liegt er tot in seinem Haus. Beinahe jeder der Marktbeschicker hätte guten Grund, Hannes Wagner ins Jenseits zu befördern. „Gar nicht erst zu reden von denen, die Wagner in den Jahrzehnten seiner Herrschaft nicht mit einer der begehrten Lizenzen für einen Stand auf dem Markt beglückt hat“, so der WDR in einer Pressemitteilung. Eine der Spuren führt Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl) und Rechtsmediziner Professor Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) zu einer kleinen Lakritzmanufaktur, zu Monika, Boernes erster Liebe, und zu einem lange zurückliegenden Fall, der aus dem kleinen Karl-Friedrich schließlich den großen Boerne werden ließ.

In weiteren Rollen spielen Friederike Kempter als Kommissarin Nadeshda Krusenstern, Mechthild Großmann als Staatsanwältin Wilhelmine Klemm, Christine Urspruch als Rechtsmedizinerin Dr. Silke Haller, genannt „Alberich“, und Claus D. Clausnitzer als Taxifahrer „Vadder“ Thiel. Das Drehbuch zu „Lakritz“ stammt von Thorsten Wettcke, Regie führt Randa Chahoud.

Am Drehort, einer mondänen Villa in Pech, herrschte am Dienstag entspannte Geschäftigkeit. In der eindrucksvollen Kulisse, gespickt mit einem riesigen Treppenaufgang und einem großen Kronleuchter, stand eine der ersten Szenen auf dem Drehplan: das Auffinden der Leiche. So waren neben dem Kernteam auch Sargträger, Haushaltshilfe und Polizei vor Ort. Zigmal musste die Szene am Dienstag wiederholt werden, bis alles schließlich im Kasten war. Der guten Stimmung tat das keinen Abbruch. Wie ein Mitarbeiter am Set erzählte, machte und macht die Zusammenarbeit mit Liefers, Prahl und Urspruch „sehr viel Spaß“. Das Trio sei „total umgänglich, sehr nett und höflich“.

Obwohl Wohn- und Toilettenwagen auf dem Platz vor dem Feuerwehrhaus stehen, übernachten Schauspieler und Team nicht in Pech. Auch wenn dort am Mittwoch weitergearbeitet wird. 21 Drehtage sind für den Tatort veranschlagt, so wie für die anderen Folgen der Krimireihe auch.

„Das Haus in Pech ist dafür bekannt, dass hier häufiger Filmarbeiten stattfinden“, sagte Wachtbergs Pressesprecherin Margrit Märtens auf GA-Anfrage. In der kommenden Woche drehe Sat 1 zum Beispiel den Pilotfilm zu einer neuen Krimiserie dort. Die Gemeinde komme bei Dreharbeiten immer dann ins Spiel, wenn das Filmteam Wagen auf öffentlichen Gehwegen abstelle oder Straßen blockiere. „Dann vergeben wir Ausnahmegenehmigungen“, so Märtens.