Ziel ist die Hangsicherung: Sanierung des Mehlemer Bachs kann bald beginnen

Ziel ist die Hangsicherung : Sanierung des Mehlemer Bachs kann bald beginnen

Gute Nachrichten kommen aus der Euskirchener Niederlassung von Straßen NRW: Der Auftrag zur Sanierung des Mehlemer Baches in Höhe des Dächelsbergs ist vergeben.

Das Ingenieurbüro könne den Auftrag allerdings erst in rund sechs Wochen beginnen: „Wir haben zwar auf eine frühere Ausführung gedrängt, aber die war leider nicht möglich.“ Es handelt sich bei der kombinierten Sanierung des Bachbettes und Bachhanges um eine Maßnahme, die nach den Unwetter vor zwei Jahren erforderlich geworden ist: Hochwasserfluten im Mehlemer Bach hatten den Hang an dieser Stelle ins Rutschen gebracht. Engels geht jetzt davon aus, dass die Bauarbeiten bei einem günstigen Verlauf bis Mitte November dauern werden.

Über zwei Jahre ist das verheerende Unwetter am 4. Juni 2016 her, das besonders in Wachtberg schwere Schäden angerichtet hat. Einige der Schäden sind immer noch nicht beseitigt. So muss der Mehlemer Bach an der L 123 in Höhe des Dächelsberges aufwendig saniert werden. Bauherr ist die Euskirchener Niederlasssung von Straßen NRW.

Zur Erinnerung: Bachbett und -hang waren an dieser Stelle damals gerade erst für 260 000 Euro saniert worden, als die Unwetterfluten die frisch eingelassenen Gabionen aufrissen und den Hang ins Rutschen brachten. Für die jetzt geplanten Maßnahmen war ein längerer Vorlauf erforderlich, weil zahlreiche Behörden beteiligt sind. Schließlich liegt das Areal in einer ökologisch sensiblen Zone, in der etwa seltene Vogelarten wie der Eisvogel nisten.

Anfang 2016 war die Hangsicherung notwendig geworden, weil an der Stelle jede Menge Erdreich ins Rutschen gekommen war. Dafür machten Experten Ausspülungen im Zusammenhang mit einem kleinen Brückenbauwerk von Straßen NRW verantwortlich, das direkt an dieser Stelle neben der L 123 liegt. Nachdem der Hang bei der folgenden Sanierung vor allem mit Gabionen gesichert worden war, die das Unwetter aber zerstörte, will Straßen NRW jetzt einen anderen Weg gehen: „Wir überlegen, schwere, massive Steine in den Bach zu setzen, damit bei einem erneuten Hochwasser nicht noch einmal so etwas wie 2016 passiert.“

Es solle auf jeden Fall aus ökologischen Gründen und mit Rücksicht etwa auf Kleinstlebewesen im Bach kein Beton eingesetzt werden. Freilich sind laut Engels erst einige Details angedacht.“ Abgestimmt werden muss das Ganze noch mit der Unteren Wasserbehörde beim Rhein-Sieg-Kreis. Wenn die Bauarbeiten beginnen, geht Straßen NRW nicht von Verkehrsbehinderungen für Autofahrer aus. Nur für Radfahrer könne es auf dem Radweg zu Beeinträchtigen kommen.