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Pumptrack-Radparcours in Wachtberg: Crossstrecke für Radfahrer geplant

Crossstrecke für Radfahrer geplant : Wachtberg könnte Radparcours erhalten

Einige Ausschussmitglieder in Wachtberg begrüßen die Idee einer sogenannten Pumptrack-Strecke, wünschen sich aber noch mehr Informationen. Eine Idee für einen geeigneten Ort gibt es aber schon.

Viele Begriffe aus dem Englischen haben Eingang in unseren Sprachgebrauch gefunden. Anders verhält es sich beim Wort „Pumptrack“, das einige Mitglieder im Wachtberger Sportausschuss ratlos stimmte. Weshalb sie sich vor der Präsentation in der Sitzung mehr Infos von den Verantwortlichen gewünscht hätten, wie als erster Oliver Henkel (Grüne) betonte: „Ich habe hier eine Din-A4-Seite inklusive Zahlen vorliegen und tue mich mit einer Empfehlung schwer.“

Als eine Art Fahrradspielplatz mit Kurven, Wellen und Sprüngen stellte Michael Kowollik das Projekt vor. Die Anlagen, früher aus Erde jetzt aus Asphalt, hätten unterschiedliche Levels. Die Initiative Mountain Dragons war im Vorfeld gemeinsam mit dem Verein Move – Jugend bewegt auf die Jugendfachkraft der Gemeinde Claudia Schmidt zugekommen.

Und die zeigte sich begeistert: „Zum einen ist es eine Legalisierung dieser Art des Radfahrens, zum anderen die Schaffung eines Sozialraums.“ Bürgermeisterin Renate Offergeld, deren SPD-Fraktion sich ausreichend informiert fühlte, betonte: „Das wäre ein Alleinstellungsmerkmal für Wachtberg.“ Denn die nächsten Anlagen befinden sich laut Schmidt in Aachen und Düsseldorf.

Zwischen dem Villiper Bolzplatz und dem Jugendhaus könnte die Pumptrack-Strecke entstehen. Foto: Axel Vogel

Als Fläche schlugen die Vortragenden einen Bereich zwischen Villiper Jugendhaus und Bolzplatz vor. „Wir hatten im Februar eine Ortsbegehung mit einer Firma, die eine Größe von 300 bis 400 Quadratmeter ansetzen würde“, so Schmidt. Je nach Strecke und Art der Ausführung würden sich die Kosten zwischen 92.000 und 105.000 Euro bewegen. Weshalb sie die Ausschussmitglieder baten, Mittel für eine dieser Varianten in den Haushaltsplanentwurf 2021/22 einzustellen.

Das, soviel sei verraten, geschah nicht. Vielmehr sprach man sich einstimmig bei Enthaltung der SPD dafür aus, die Idee zur weiteren Beratung noch einmal in die Fraktionen zurückzuspielen. Auf jeden Fall wurde deutlich, dass das Projekt als solches auf Interesse stieß. Zumal die Jugendfachkraft auch mittels Film verdeutlichte, dass der Pumptrack für Menschen von 2 bis 99 Jahren nutzbar sei, für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis sowie für Räder, Roller, Modellautos, Skateboards, Laufräder und Rollstühle. Ulf Hausmanns (Unser Wachtberg) fragte sich angesichts stattfindender Wettkämpfe, ob nicht auch ein finanzielles Interesse dahinter stehe. Kowollik verneinte das, dafür sei die geplante Strecke nicht ausgelegt.

Oliver Henkel interessierte noch, ob dann künftig viele Pumptrack-Touristen in Villip zu erwarten seien, denn das gebe die Infrastruktur dort nicht her. „Ich glaube eher nicht, dass wir Reisegruppen erwarten“, sagte daraufhin Schmidt. Oliver Henkel wollte wissen, wer denn der Betreiber sei, Hilde Philippi (CDU), wie viele Nutzer auf die Anlage passten. Siegbert Heid (SPD) fragte sich, wie man den Platz denn sichere und sauber halte. Das Areal sei zu behandeln wie eine Spielplatzfläche, so dass sich der Bauhof der Gemeinde kümmern müsse. „Die Anlage selbst ist aber wartungsarm und Mülleimer sind sowieso schon da“, so Schmidt.