Fleischer-Innung prämiert die besten Wild- und Geflügelwürste: Nicht zu weich, zu schmalzig, zu trocken oder zu fest

Fleischer-Innung prämiert die besten Wild- und Geflügelwürste : Nicht zu weich, zu schmalzig, zu trocken oder zu fest

Es ging um die Wurst, als jetzt die Fleischer-Innung Bonn Rhein-Sieg zur Qualitätsprüfung zusammenkam - genauer gesagt um Geflügel- und Wildwürste. Verkosten durften die Juroren die Köstlichkeiten in den Räumen der katholischen Grundschule in Wachtberg-Pech.

Innungsobermeister Adalbert Wolf sowie Landesinnungsmeister Emil Müller waren mit Jägern, Fleischermeistern und Verbrauchern im Großeinsatz, um mit ihren Geschmacksnerven die Sieger zu ermitteln. Als Vertreter der Verbraucher werden seit mehreren Jahren ehemalige Bonner Karnevalsprinzessinnen, die sogenannten Bonnas, eingeladen, um ihren guten Geschmackssinn einzubringen.

Die Idee dafür hatte Annelie Friedrich, selbst Fleischermeisterin und Bonna des Jahres 1995. Alexandra Zörner (Bonna im Jahr 2000), Alexandra Pfeiler (Bonna im Jahr 2008) und Andrea Minten (Bonna im Jahr 2013) ergänzten diesmal die Jury.

Deutschlandweit beteiligten sich 49 Betriebe an der Qualitätsprüfung. Teilnahmekriterium war neben der Mitgliedschaft in der Fleischer-Innung auch die Anerkennung als Fleischer-Fachgeschäft. 95 Produkte hatten die Betriebe aus dem gesamten Bundesgebiet für die Wildwurstprüfung bereitgestellt, 17 für die Geflügelwurstprüfung.

Anhand eines strengen Bewertungskatalogs mussten die Jury-Mitglieder ihre Einschätzungen abgeben. "Die Prüfung lebt nicht von der Masse, sondern von der Qualität und Innovation", betonten die Jurymitglieder.

Bei den Rohwürsten mit rohverarbeitetem Fleisch, bei Brühwürsten (bis 76 Grad abgebrüht) und bei Kochwürsten (hier wurde das Material vorgekocht) gab es teilweise erhebliche Geschmacks- und Konsistenzunterschiede. Etwas zu weich, zu schmalzig oder nicht ganz durchgegart, zu trocken oder zu fest, in der Farbe ungleichmäßig geräuchert oder bei der Zusammensetzung den Fettanteil zu hoch gewählt führten zur Abwertung der vorgelegten Produkte.

Hauptgewinne in Form von Pokalen standen bereit, die den Siegern im Rahmen eines Festabends im Dezember im Bad Godesberger Restaurant Klein-Petersberg überreicht werden sollen.

Den "Clemens-August-Pokal" wird für die bestbewertete Wildwurst, eine sehr schmackhafte Wildschwein-leberwurst, dann an die Vertreter der Metzgerei Gunter Hornung aus Bad Lautertal überreicht. Den "Beethovenpokal" für die beste Geflügelwurst, eine gegarte und geräucherte Putenbrust, erhält in diesem Jahr die Metzgerei Klaus Werner aus Bad Honnef. Für weitere Kategoriesieger gibt es Pokale, Gold-, Silber- und Bronzemedaillen.