Investition in Wachtberg: Neues Feuerwehrhaus für Pech

Investition in Wachtberg : Neues Feuerwehrhaus für Pech

Nach dem Abriss des Gerätehauses soll die Pecher Löschgruppe im Sommer einen zeitgemäßen Neubau bekommen. Die Gemeinde Wachtberg investiert 1,8 Millionen Euro.

Seit langem wissen Politik und Verwaltung bereits um die Sanierungsbedürftigkeit des Gerätehauses der Löschgruppe in Pech. Und auch, dass dabei jede Menge Geld nötig ist. Schließlich ist der rund 60 Jahre alte Bau nicht nur von seinem äußeren Erscheinungsbild her in die Jahre gekommen. Auch was die Funktionalität der Räume angeht, „entspricht das Gerätehaus dem Standard der 60er Jahre“, sagt Wachtbergs Wehrleiter Markus Zettelmeyer. Das gilt etwa für die Fahrzeugtore, die in Pech noch mühsam und zeitraubend von Hand aufgeschwenkt werden müssen und nicht – wie in modernen Gerätehäusern etwa in Berkum – auf Knopfdruck elektrisch hochfahren.

Auch die sanitären Einrichtungen für die rund 40 Mitglieder der Pecher Löschgruppe – inklusive der Jugendfeuerwehr – entsprechen längst nicht modernen Standards, so Zettelmeyer: „Es hat in dem Gerätehaus in den vergangenen Jahrzehnten keine grundlegende Sanierung gegeben.“ Daher war es also überfällig, dass die Löschgruppe nun auch ein zeitgemäßes Gerätehaus bekommt. Im Sommer soll es losgehen. Allerdings wird nicht saniert, sondern abgerissen und dann neu gebaut. „Dafür nimmt die Gemeinde viel Geld in die Hand“, wie es Christian Pohl, Fachbereichsleiter Infrastruktur, ausführt: genauer gesagt 1,8 Millionen Euro.

Die Planung: Voraussichtlich im August muss die Löschgruppe Pech umziehen, und zwar in ein Provisorium, das dort entstehen soll, wo sich derzeit noch das Baustellenlager für den Brückenneubau Pecher Hauptstraße befindet. Die dafür nötigen Verhandlungen mit dem Rhein-Sieg-Kreis liefen bereits, so Zettelmeyer. Im August soll dann auch der Abriss beginnen und anschließend ohne Verzug mit dem Neubau begonnen werden. Die Bauzeit beträgt etwa anderthalb Jahre. Wenn alles gut geht, könnte die Löschgruppe demnach Ende 2020 von ihrem Provisorium in das neue Spritzenhaus umziehen.

Das erwartet die Wehrleute: Gebaut wird „ein schön anzusehender Zweckbau, der dem aktuellen Stand der Technik entspricht“, so Zettelmeyer, „allerdings vom Niveau her keine überflüssigen Extras beinhaltet, sondern sich eher an den für unser Alltagsgeschäft absolut notwendigen Maßstäben orientiert. Das wird lediglich guter Standard sein.“ Dazu gehört laut Zettelmeyer vor allem „eine saubere Schwarz-Weiß-Trennung“, also eine Trennung von Einsatz- und Sozialbereich. Denn oft wird die Einsatzbekleidung bei einem Feuer durch den höchst schädlichen Brandrauch kontaminiert. Dabei können Schadstoffe auch an der Haut und an den privaten Kleidungsstücken anhaften. „Das ist die typische Kontaminationsverschleppung: Schadstoffausdünstungen aus der Schutzkleidung werden wegen fehlender Schwarz-Weiß-Trennung auf saubere Kleidung übertragen und bis nach Hause mitgeschleppt”, erklärt Christian Schröder, stellvertretender Referatsleiter Umweltschutz der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb), im Feuerwehrmagazin. Dies führt auch er auf eine oft nicht vorhandene räumliche und einrichtungstechnische Trennung zwischen Einsatz- und Sozialbereich sowie fehlende Schränke mit Belüftung zum Trocknen der Einsatzkleidung zurück.

Diese Trennung wird nun laut Zettelmeyer in dem neuen Pecher Gerätehaus vor allem dank entsprechender Räume und eingebauter Schleusen umgesetzt. Selbstredend wird in dem Neubau für die Feuerwehr auch genug Platz für die beiden Fahrzeuge der Löschgruppe sein.

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