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Naturschutz in Wachtberg: Turmfalken legen sechs 3Eier

Naturschutz in Wachtberg : Turmfalken brüten sechs Eier aus

Der Naturschutzbund (Nabu) freut sich über den Erfolg seiner Nistkastenaktion in der Region. Per Kamera können Interessierte die Werthhovener Turmfalken bei der Brut beobachten.

Als durchaus fleißig darf man das Turmfalken-Paar in Werthhoven bezeichnen. Um sechs Eier kümmert es sich in seinem vom Naturschutzbund (Nabu) bereitgestellten Nistkasten. Über eine Webcam können Interessierte die Brut unter der Adresse www.nrw.nabu.de­ live verfolgen. Der Bonner Ableger des Nabu hatte an der Lagerhalle des Obstbaubetriebs Wolf und an anderen Standorten im linksrheinischen Kreis Nistgelegenheiten für Turmfalken errichtet – in Kooperation mit der Rewe Group und Obstbauern.

„Seit dem 20. April scheint das Gelege komplett“, sagte Monika Hachtel vom Nabu auf Anfrage. Das Weibchen, zu erkennen am durchgängig rotbraunen Gefieder, brüte jetzt sehr ausdauernd und werde nur manchmal und dann auch nur kurz vom Männchen abgelöst. Das erste Ei konnten die User kurz vor Ostern, am 8. April, im Nest sehen. Wie aber regelt die Natur, dass die Küken später alle kurz nacheinander schlüpfen? „Am Anfang hat das Weibchen kaum auf den Eiern gesessen, sie folglich nicht sehr stark bebrütet“, erklärte Hachtel. Den Eiern schade das nicht.

Erste Schlüpfversuche könnten bald starten

Wer allerdings jetzt die Innenkamera auf der Homepage ansteuert, sieht: Das Weibchen verändert zwar ab und an seine Position, hockt aber fast durchgängig auf dem Gelege. Die Brut dauert rund vier Wochen, so dass die Nabu-Expertin mit ersten Schlüpfversuchen in gut einer Woche rechnet.

Positive Nachrichten hat laut Hachtel auch ihr Kollege zu verkünden, der die insgesamt 100 Nistplätze kontrolliert hat: „Er geht von einem Rekordjahr aus.“ Überhaupt gebe es durch Naturschutzmaßnahmen und drei gute Mäusejahre  – der Leibspeise – hintereinander viele Greifvögel in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis zu sehen. „Neben dem Turmfalken auch den Mäusebussard und den Rotmilan, das ist in anderen Regionen nicht so“, sagte Hachtel.