Wintereinbruch in Wachtberg: Mit vier Fahrzeugen im Einsatz

Wintereinbruch in Wachtberg : Mit vier Fahrzeugen im Einsatz

Der Wintereinbruch hat am Dienstag auf den Bonner Straßen für Chaos gesorgt - fragt man einige Wachtberger, sah das im Gemeindegebiet anders aus. Zwar gab es auch die eine oder andere kritische Stimme, insgesamt aber war man mit der Arbeit des Winterdienstes zufrieden.

Die Hauptverkehrswege seien frei gewesen, von Niederbachem nach Ließem oder Berkum zu kommen, sei kein Problem gewesen, berichtet ein Niederbachemer. In seiner Stichstraße sei verständlicherweise kein Streufahrzeug zu sehen gewesen, an der Hauptstraße allerdings habe es anders ausgesehen, sagt ein Ließemer.

Kritik kam aus Arzdorf. Dieter Klocke monierte, dass in seinem Ortsteil erst gegen 11 Uhr ein Streufahrzeug unterwegs gewesen sei. Unzufrieden zeigte er sich auch darüber, dass Sand eingesetzt wurde. "Salz wäre unter diesen Wetterbedingungen für die Verkehrsteilnehmer besser gewesen."

Er bemängelte außerdem, dass jeweils nur eine Fahrbahn geräumt worden sei. "Trotz der Wettervorhersagen war die Vorbereitung insgesamt nicht optimal und ist verbesserungswürdig", so Klockes Fazit. Kritisch zeigte man sich auch in Adendorf: "Hier wurde um 8.30 Uhr einmal gefegt, und das war es. Abends lagen hier sicher zehn Zentimeter Schnee", berichtete Gisela Beschmann.

Michael Turley aus Niederbachem wiederum äußerte sich positiv: Die Hauptstraßen seien schon frühzeitig geräumt worden. "Die Nebenstraßen allerdings waren erst gegen Mittag frei." Dafür habe er aber Verständnis, das Vorgehen sei der Normalfall.

Damit hat er Recht: Welche Straße wann geräumt wird, ist laut Gemeinde genau festgelegt. Die Kolonnen teilen Wachtberg in vier Bezirke auf, zunächst sind die verkehrswichtigen und gefährlichen Straßen an der Reihe, die teilweise zwei bis dreimal abgestreut werden.

"Diese müssen bis 7 Uhr geräumt werden", heißt es bei der Gemeinde. Das habe auch am Dienstag funktioniert. Erst danach seien die Nebenstraßen dran, so dass die Anlieger dort teilweise etwas länger auf den Streudienst warten mussten.

Auch wenn sich gestern die Sonne zeigte, kein Neuschnee fiel und die Temperaturen im Laufe des Tages zumindest ein bisschen milder wurden, waren die Winterdienst-Mitarbeiter - genau wie am Dienstag auch - ab 4 Uhr im Einsatz. Da es in der Nacht gefroren hatte, konnte nämlich keine Entwarnung gegeben werden. Mit vier Streufahrzeugen und drei Handstreuwagen waren die 13 Mitarbeiter plus Einsatzleiter im Gemeindegebiet unterwegs.

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